Der innere Monk ist glücklich

Der innere Monk ist glücklich„Der innere Monk ist glücklich.“

Diesen Satz höre ich öfter, wenn Teilnehmende den Seminarraum betreten und die Boxhandschuhe sehen. Sie liegen ordentlich nebeneinander, nicht zufällig, nicht achtlos. Und ja: Das ist ganz bewusst so.

Viele unterschätzen, wie stark der erste Eindruck wirkt. Noch bevor das erste Wort gesprochen wird, noch bevor Bewegung entsteht, hat der Raum bereits eine Botschaft gesendet. Haltung beginnt nicht erst im Kopf. Sie beginnt im Umfeld.

Der innere Monk als Pädagoge

Der italienische Pädagoge Loris Malaguzzi prägte den Satz: „Der Raum ist der dritte Pädagoge.“

  1. Der erste Pädagoge sind die Teilnehmenden selbst.
  2. Der zweite Pädagoge ist die Lehrkraft oder der Trainer.
  3. Der dritte Pädagoge ist der Raum.

In meinem Boxen statt Mimimi®-Event geht es nicht nur um Bewegung, sondern auch um innere Haltung: Selbstmotivation, Mut, Selbstvertrauen sowie um Zusammenhalt und Teamgeist. Wenn Boxhandschuhe achtlos in der Ecke liegen, sendet das eine andere Botschaft als ein Raum, der vorbereitet ist. Ordnung heißt nicht Perfektion. Ordnung heißt: Du bist hier willkommen. Du bist mir wichtig. Und ich möchte, dass sich meine Teilnehmenden wohl fühlen.

Gerade im Unternehmenskontext ist das entscheidend. Teams kommen oft mit Stress, Zeitdruck und vollen Köpfen. Der Raum kann dabei helfen, innerlich anzukommen. Oder er kann das Chaos verstärken. Struktur im Außen unterstützt Klarheit im Innen.

Boxen ist direkt. Ehrlich. Körperlich.

Umso wichtiger ist ein Rahmen, der Vertrauen schafft. Wenn Teilnehmende merken, dass jemand sich Gedanken gemacht hat – über den Raum, über Details, über den Einstieg – dann entsteht Bereitschaft. Bereitschaft, sich einzulassen. Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Bereitschaft, in den Ring zu steigen.

Am Ende ist es wie im echten Leben:
Man bekommt selten eine zweite Chance für den ersten Eindruck.

 

Foto im Artikel: Der innere Monk ist glücklich ©privat