Lösen Sie Probleme solange sie klein sind

Lösen Sie Probleme solange sie klein sind.

Die gute Nachricht vorne weg: Jeder Mensch hat Probleme – vom Freiberufler bis zum Vorstand einer großen Aktiengesellschaft. Die Probleme sind nur unterschiedlich gelagert und haben unterschiedliche Auswirkungen im beruflichen, privaten und persönlichen Kontext.

Es gibt drei Strategien, wie der Mensch mit seinen Problemen umgeht.

Strategie Nr. 1

Der Person ist durchaus bewusst, dass sie ein Problem hat – und läuft weg. Sie will das Problem nicht wahrhaben und sich der Realität nicht stellen. Sie rennt einfach davon. So nach dem Motto: „Wenn ich schnell genug renne, kommt das Problem nicht hinterher.“

Strategie Nr. 2

Dieser Mensch weiß ganz genau, dass er ein Problem hat. Aber er ignoriert es, will nicht wahrhaben beziehungsweise zugeben, dass er ein Problem hat. Oh je, er doch nicht! Das Problem könnte ja seinen Selbstwert oder sein Selbstvertrauen ankratzen – also hat er einfach keins! Solche Menschen denken demonstrativ positiv; einfach nur in der Hoffnung, dass sich etwas ändern möge.

Strategie Nr. 3

Auch diesem Menschen ist sein Problem bewusst. Aber der Anwender der dritten Strategie reagiert anders: Er ignoriert und verdrängt nicht, er sucht nach Lösungen. Er bewegt Geist und Körper. Und wenn er nicht weiterkommt, bittet er um Hilfe. Okay, das tut weh, verdammt weh! Die von mir schon öfter erwähnten Ego-Schmerzen sind bei dieser Strategie am größten. Wenn Sie meine Blog-Artikel seit längerem lesen, kennen Sie meine Botschaft bereits: Schmerz geht, Erfolg bleibt!

Probleme lösen durch Annahme

Zugegebenermaßen ist das gar nicht so einfach, weil wir häufig ganz automatisch nachfolgende Gedanken haben:

„Ich habe doch keine Probleme“,
„Ich darf keine Unterstützung annehmen“,
„Ich darf keine Schwäche zeigen“,
„Ich muss mich da alleine durchschlagen“,
„Ich bin doch stark! Was soll es bringen, wenn ich mir Hilfe hole. Ich bin doch nicht hilfsbedürftig!“

Ich sag es mal ganz direkt: Vor Problemen davonzulaufen oder sie schlichtweg zu ignorieren ist einfach nur feige! Die Probleme sind da und sie können viele schneller laufen als wir. Wie sagt der Volksmund: Wer nicht hören will, muss fühlen.

Die Probleme kommen mit doppelter oder dreifacher Schlagkraft zurück, so dass Sie „gezwungen“ werden, sich mit dem Problem zu beschäftigen.

Einen richtigen Schlag ins Gesicht wünsche ich keinem, aber leider ist er häufig der einzige Weg zur Einsicht und zu der Erkenntnis, dass etwas nicht „rund“ läuft.

Nehmen Sie die Probleme an und lösen Sie sie, solange sie sich im Anfangsstadium befinden. Warten Sie nicht, bis sie sich zu einer scheinbar unüberwindbaren Wand aufgetürmt haben. Große Probleme waren einmal klein und haben sich längst angekündigt.

Nehmen Sie regelmäßig Auszeiten, um Probleme zu erkennen und sie anzunehmen. Baden Sie nicht in Selbstmitleid oder Ignoranz, sondern suchen Sie nach Lösungen. Recherchieren Sie im Internet, lesen Sie Bücher und Blogs. Und wenn Sie nicht weiterkommen, dann fragen Sie Menschen um Rat, denen Sie vertrauen. Oder nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch.

Positiv denken?

Lassen Sie mich noch etwas zum „positiven Denken“ schreiben.

Am besten mit folgendem Dialog.

„Das ist Schei$§e.“
„Du muss positiv denken!“
„Ja, das ist schöne Schei$§e“

Einfach nur positiv zu denken, macht aus einem „Haufen Schei$§e“ einen „schönen Haufen Schei$§e“. Allerdings ändert sich nichts an der Tatsache, dass Schei$§e auch Schei$§e bleibt.

Ich glaube, ich muss das nicht weiter ausführen. Sie wissen, worauf ich hinaus will.

Probleme sind da, um gelöst zu werden

Mittlerweile habe ich erkannt, dass ich nicht alleine bin: Jeder Mensch hat Probleme, größere und kleinere. Eine weitere Erkenntnis ist, dass Probleme zu Veränderung und Fortschritt und zur persönlichen Entwicklung unbedingt dazugehören.

Irgendeine Kraft schickt uns genau solche Probleme, die wir lösen können. Warum das so ist und wer oder was die antreibende Kraft ist, habe ich noch nicht herausgefunden. Wahrscheinlich werde ich noch Jahrzehnte brauchen, um das zu verstehen. Vielleicht werde ich es auch nie herausfinden, wer weiß das schon.

Fazit

Entscheidend ist zu akzeptieren, dass die Menschheit immer wieder mit Problemen konfrontiert wird – auch Sie! Das zu erkennen ist der erste Schritt, diese Herausforderung anzunehmen der zweite.

Aber noch wichtiger ist es, Probleme zu lösen, solange sie noch klein sind.
Denken Sie dran: Auch wenn Ihnen die Schei?$e bis zum Hals steht, lassen Sie den Kopf nicht hängen.

Stellen Sie sich dieses Szenario ruhig einmal bildlich vor! Aufgeben wäre fatal, oder? Jetzt erkennen Sie sicherlich, dass Sie diese Lage weder ignorieren sollten noch vor ihr davonlaufen können.

Es gibt für jedes Problem eine Lösung. Und kein Problem ist so groß, das sich auf dem Weg zur Lösung nicht in kleine Schritte unterteilen ließe.

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