Vertrieb trifft Boxen – was Vertriebsprofis von Boxern lernen können

Vertrieb trifft Boxen: Mehr Punch im Business

Vertrieb trifft Boxen. Boxen und Vertrieb haben viele Gemeinsamkeiten – und mit Klischees zu kämpfen. Boxer sind dumm, aggressiv und gewaltbereit. Vertriebs-Profis nerven, stehlen Zeit und wollen nur das Beste – unser Geld.

Ich habe in den letzen Jahren viele Boxer und Vertriebs-Profis kennengelernt. Es gibt tatsächlich Boxer und Vertriebs-Profis, auf die solche Beschreibungen zutreffen. Das möchte ich gar nicht bestreiten. Aber es gibt auch viele Menschen dieser beiden Gruppen, die mit diesen Negativmerkmalen nichts zu tun haben.

Deshalb ist sinnvoll, einmal darüber nachzudenken, was wir selbst über bestimmte Menschen denken. Und dann sollten wir gleich hinterfragen, ob unsere Gedanken der Realität standhalten können.

Durch das Boxen werden viele Eigenschaften aktiviert und trainiert, die im täglichen Geschäft als Vertriebs-Profi gebraucht werden. Sowohl beim Boxen als auch beim Verkaufen ist eine gute Vorbereitung das A und O. Rückschläge kommen, denen begegnet und die müssen verkraftet werden müssen. Ein gesundes Maß an Eigeninitiative unterstützt Sie dabei, Interessenten bei ihrer Entscheidung zu helfen.

Im Folgenden gehe ich auf vier Punkte der Gemeinsamkeiten näher ein.

Vertrieb trifft Boxen – Punkt Nr.1: Vorbereitung

Wer sich einem Box-Wettkampf stellt, will gewinnen. Das klingt egoistisch, entspricht aber im Grunde genommen den Regeln des sportlichen Wettkampfs, die es anzuerkennen gilt.

Um am Ende des Kampfes den Ring als Sieger verlassen zu können, steht zuvor eine intensive Vorbereitung. Ich persönlich kenne keinen Boxer, der unvorbereitet in den Ring steigt. Er trainiert das ganze Jahr seine Fähigkeiten und Stärken, arbeitet an seinen Schwächen. Kurz vor dem Wettkampf wird das Training intensiviert und dem Gegner angepasst.

Natürlich ist das Verkaufsgespräch kein Wettkampf. Aber das Ziel ist das gleiche:
Der Boxer will den Ring als Sieger verlassen, der Vertriebs-Profi nach dem Gespräch einen einen Schritt weiter kommen.

Um wie ein Boxer gut vorbereitet zu sein, muss sich der Vertriebs-Profi das ganze Jahr mit seinen Fähigkeiten und seinen Stärken, aber insbesondere auch mit seinen Schwächen beschäftigen. Direkt vor einem Verkaufsgespräch nimmt die Intensität der Vorbereitung noch einmal zu.

Vertrieb trifft Boxen – Punkt Nr.2: Fokus

Beim Boxen sind Fokus und Konzentration äußerst wichtig. Die meisten Knockouts gibt es am Anfang oder am Ende einer Boxrunde. Und zwar dann, wenn die Konzentration noch nicht „da“ ist oder wenn sie aufgrund mangelnder Konditionsprobleme nachlässt. Viele Boxer sind einfach zu gierig, können nicht auf ihre Chance, den passenden Zeitpunkt warten.

Um weiterhin in Bildern eines Boxers zu schreiben, entspricht der verkäuferische K.o. dem „Nein“ des Kunden. Damit das nicht passiert, ist es wichtig, sich von vornherein auf jedes Gespräch individuell zu fokussieren.

Dazu gehört nicht nur das Gespräch selbst. Der erste Eindruck, den der Kunde von Ihnen hat und das Gesprächsende sind genauso wichtig. Während des Verkaufsgesprächs ist jedes Wort Ihres Gegenübers von Bedeutung. Und selbstverständlich gilt dies auch für die Inhalte, die Sie dem Kunden während des Gesprächs vermitteln inklusive der Signale, die Sie senden.

Vertrieb trifft Boxen – Punkt Nr.3: Rückschläge

Eine große Mehrzahl der Menschen verbindet das Boxtraining mit Prügelei, die mit blauen Augen, blutigen Lippen und gebrochenen Nasen endet. Das ist schlicht und ergreifend Quatsch! In der Regel setzt sich das Boxtraining aus Fitness, Technik und Konditionstraining zusammen. Und nebenbei formt das Boxen auch den Charakter.

Nur für die Ambitionierten wird Sparring gemacht. Da kann es durchaus zu Rückschlägen kommen. Im reinen Training kämpfen „Freunde“ gegeneinander; keiner schlägt mit voller Kraft zu. Deshalb ist das Verletzungsrisiko nahezu Null.

Im Verkauf haben Sie keine körperlichen Rückschläge – hoffe ich zumindest.

Aber Sie müssen sich mit mentalen Rückschlägen auseinandersetzen: Einwänden, Vorwänden und Gegenargumenten. Rückschläge gehören zu den Spielregeln. Sie hören wie beim Boxen einfach dazu.

Mit einer guten Vorbereitung können Sie sich mental darauf einstellen, souveräner agieren und insgesamt gelassener damit umgehen.

Vertrieb trifft Boxen – Punkt Nr.4: Abschluss

Was zählt ist der Sieg. Darum geht es im Boxen. Nur einer von beiden wird als Sieger aus dem Kampf hervorgehen (es sei denn, es gibt ein Unentschieden).

Und genauso läuft es im Verkauf. Sie wollen einen Schritt weiter kommen und wissen, ob Sie den Interessenten überzeugen konnten:

  • Wird er kaufen?
  • Wenn ja, zu welchen Konditionen?

Um das herauszufinden, müssen Sie während des Verkaufsgesprächs gezielt Fragen stellen und den Interessenten mit Informationen versorgen, die für seine Entscheidungsfindung wichtig sind.

Im Idealfall schließen Sie ein Geschäft ab. Wenn nicht, lohnt es sich nicht mehr, noch mehr Zeit und Energie in diesen Kunden zu investieren. Dann ist es sinnvoller und erfolgversprechender, sich um andere Interessenten zu kümmern.

Fazit

Für den Sieg und den Erfolg gibt es keine Garantie – weder beim Boxen noch im Verkauf. Eine intensive Vorbereitung auf das „Projekt“ und auf mögliche Rückschläge sowie die Fokussierung auf ein erfolgreiches Ende können die Chancen hierfür maßgeblich erhöhen.

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Bild im Artikel Vertrieb trifft Boxen: ©shutterstock.com

Christoph Teege - Boxcoach

Meine Leidenschaft ist es, Menschen, Teams und Unternehmen durch Boxen zu stärken. Vorträge | Boxevents | Profil
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