Boxen formt den Charakter

Boxcoach Christoph Teege

Sobald man den Begriff „Boxen“ hört, denkt man wahrscheinlich an blutige Nasen, aufgeplatzte Lippen und blaue Augen. Dabei ist die Verletzungsgefahr beim Boxen eher gering (Ausnahme sind Wettkämpfe). Ich kenne mehr Menschen, die sich beim Fussball schwerer verletzt haben als beim Boxen.

Boxen formt den Charakter und ist gut für Körper, Seele und Geist. Schüchterne Menschen bekommen mehr Selbstvertrauen, werden mutiger und lassen sich nicht mehr so schnell einschüchtern.

2013 hatte ich ein Seminar „Boxtraining für Verkäufer“ gegeben. Die Ergebnisse waren erstaunlich: hinterher haben die Verkäufer die „Neins“ in der Neukunden-Akquise leichter ertragen und wurden sicherer beim Abschluss. Die Verkäufer hatten mehr “Biss” und mehr Motivation.

Menschen mit zu viel Energie können beim Boxen überschüssige Power loswerden. Wer zu aggressiv ist, findet im Boxen einen Ausgleich und wird ruhiger und entspannter.

Boxen schützt vor dem gesundheitlichen K.o.

Wer beruflich stark eingebunden ist und ständig am oberen Level arbeitet, braucht einen Sport, mit dem er einen Gegenpol schaffen kann. Es gibt kaum eine bessere Sportart als Boxen, um sich gesund auszupowern.

Im Vergleich zum Beispiel zu schnellem Laufen ist Boxen nicht so verletzungsanfällig. Viele Sportler haben eine schlechte Lauftechnik und riskieren dadurch Verletzungen an Sehnen und Bändern. Wer am Sandsack seine Wut ablässt, kann sich und vor allem andere nicht verletzten.

Wer einmal im Leben einen echten Wettkampf als Nicht-Profi geboxt hat, für den erscheint in keinem Lebensbereich noch irgendetwas besonders schwierig. Ich weiß, das klingt etwas überheblich, aber beim Quizboxen hatte ich in meinem ersten Kampf das Gefühl, dass es jetzt um „Leben und Tod“ geht.

Das ist echt krass und aufregend. Glauben Sie mir, zwei Minuten können im Ring zur Ewigkeit werden. Das Box-Coaching gibt Ihnen die Chance, diese positiven Erfahrungen zu erleben und von diesen zu profitieren ohne sich den Risiken eines echten Wettkampfes stellen zu müssen.

Boxen trainiert die Persönlichkeit

Boxen ist körperlich, insbesondere aber mental wahnsinnig anstrengend. Sie müssen jederzeit hochkonzentriert zu sein, um Runde für Runde sicher zu überstehen. Wie schwer es ist, sich permanent zu konzentrieren und präsent zu sein, kennt man aus dem Job.

Konzentration ist die geistige Anstrengung, die sich nicht lange aufrecht erhalten lässt. Sowohl im Job als auch beim Boxen wird wird fehlende Präsenz und Konzentration sofort bestraft. Im Job stapeln sich die unerledigte Aufgaben und beim Boxen sind es schmerzhafte Treffer.

Die vielen Parallelen zwischen Boxsport und Führungspositionen sind nicht zu übersehen. Sowohl beim Boxen als auch im Job sind Durchsetzungsvermögen, Dynamik, Ausdauer und höchste Konzentrationsfähigkeit unverzichtbare Attribute, um auf lange Sicht erfolgreich zu sein.

Boxen lehrt uns eine Reihe von Erfolgseigenschaften: Selbstbewusstsein, Mut ohne Selbstüberschätzung, Wille zum Sieg und Durchhaltevermögen. In „Krisenzeiten“ dranzubleiben, aufrecht zu stehen und Rückschläge zu verkraften ist genauso wichtig wie Konzentration, Respekt, Selbstreflexion, Demut, Vertrauen zum Trainer/Coach, Disziplin, Fairness und Pünktlichkeit.

Fazit

Wer Erfolg haben will, braucht ein starkes Team. Genau wie ein Boxer braucht ein Leader ein Team, das ihm den Rücken stärkt. Wenn Sie Ziele und/ oder Arbeitsweisen vorgeben, dann gehen Sie voran!

Denn: Das Team oder die Mitarbeiter tun nicht, was man ihnen sagt, sondern tun das, was man selber tut.

Auf dem Weg zum Erfolg haben wir es mit Rückschlägen zu tun. Wichtig ist, dass wir nicht sofort aufgeben, sondern kämpfen – und zwar nicht gegen andere Menschen, sondern für unsere Ziele, die uns wichtig sind!

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Bild im Artikel: ©privat

Christoph Teege - Boxcoach

Dipl.-Ing.(FH), Autor und Boxcoach. Bekannt geworden durch die Erfolge beim Quizboxen. Stärkt Menschen, Teams und Unternehmen durch Boxen. Das Motto lautet: Boxen statt Mimimi®. Weitere Blog-Artikel | Neu hier?
8 Antworten
  1. Avatar
    Stefan Pirnbacher sagt:

    Hallo Christoph,

    ich bin über deinen Artikel bei http://www.markuscerenak.com auf deine Seite gekommen. Ich finde deine Kombination Boxen und Coachen extrem geil (sorry für den Ausdruck, aber es ist so) 🙂 .
    Dadurch, dass ich mich auch damit beschäftige, wie man (in meinem Fall sind meine Zielpersonen Einzelunternehmer und Handwerker) mit Herz und Dankbarket erfolgreich werden kann (und eben nicht an Stress, Depressionen und Schmerzen leidet) finde ich deinen Ansatz besonders interessant.

    Wenn du mal in Salzburg bist, würde es mich sehr freuen, dich zu treffen. 🙂

    LG Stefan

    Antworten
    • Christoph Teege sagt:

      Hallo Stefan,

      Danke für deinen Kommentar!

      Das Wort “geil” ist völlig in Ordnung. Es trifft den Kern 🙂

      Ich glaube, wirkliche Erfüllung oder Erfolg hat man nur, wenn man mit Herz und Dankbarkeit dabei ist. Von daher ist dein Ansatz auch völlig richtig.

      In den nächsten Monaten bin ich erstmal nicht in Salzburg. Kann sich ja noch ändern 😉

      LG
      Christoph

      P.S.

      Antworten
  2. Avatar
    Jan Weinhart sagt:

    Hallo Christoph,

    dein Artikel ist super! Ich bin zwar Fußballer, aber ich finde die Parallelen zum Boxen echt gut. 😉

    Ich denke es ist außerdem unglaublich wichtig seine eigenen Beweggründe zu kennen, warum man denn dieses Ziel unbedingt erreichen möchte. Wenn man die Ziele dann mit den Beweggründen aufschreibt, dann ist meiner Meinung nach eine überragende Motivation, die man sich immer wieder in den Kopf holen kann. 🙂

    Weiterhin alles Gute!

    Beste Grüße

    Jan

    Antworten
    • Christoph Teege sagt:

      Jan, da hast du vollkommen. Wer sein “warum” kennt, der hat schon zu 80% sein Ziel erreicht.

      LG
      Christoph

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  3. Avatar
    Jürgen Zirbik sagt:

    Unter uns Kampfsportlern… 😉 – Boxen oder auch andere Kampfsportarten helfen tatsächlich Fitness und bestimmte Eigenschaften zu formen und zu fördern. Und manchmal muss man als Führungskraft auch kämpfen wollen – im übertragenen Sinne. Auch dafür ist es nützlich. Es baut Stress ab und damit Überlastungen vor. Alles gut also?

    Wichtig scheint mir der Hinweis, dass gerade in der Führung zunehmend weiche Faktoren und Teamkompetenzen gefragt sind. Ob Boxen hier hilfreich ist, wage ich zu bezweifeln. Deshalb: Boxen oder Kampfsport JA – und ergänzt durch Teamsport. So etwas wie Rudern ist hier empfehlenswert (nicht im Einer)…

    Antworten
    • Christoph Teege - Bildung trifft Boxen - Boxer, Autor und Speaker sagt:

      Hallo Herr Zirbik,

      vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Wenn man Boxen leistungsorientiert betreibt, dann ist es ein Team- Sport. Sie haben Trainer, Sparringspartner, Ernährungsberater, Physiotherapeuten,uvm. Und ALLE verfolgen das gemeinsames Ziel: nämlich zum Wettkampf die bestmögliche Voraussetzung für den Sieg zu schaffen. Dazu gehört eben auch, dass jeder sein Ego-Spielchen läßt und sich dem gemeinsamen Ziel unterordnet.

      Zu der Thematik gibt es sehr gute wissenschaftliche Publikationen. Da wird der Prozess der systematischen Leistungsentwicklung genau beschrieben. Diese Erkenntnisse und meine selbst gemachten Erfahrungen als Boxer übertrage ich auf Teams in der Wirtschaft.

      Beim Rudern gibt es einen, der die Kommandos gibt. Die anderen führen die Kommandos ohne Widerworte aus. Dieses Denkmodell der Führung wage ich zu bezweifeln, ob das im Hinblick auf die Generation Y zukunftsfähig ist.

      Viele Grüße
      Christoph Teege

      Antworten

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