Vitalität ist Chefsache – und kann nicht delegiert werden

Vitalität. Dazu habe ich eine interessante Studie gefunden. Eine aktuelle Studie des Gesundheitsmonitors der Stiftung von Bertelsmann und BARMER GEK aus dem Jahr 2015 hat ergeben,

  • dass knapp 25 Prozent der Vollzeit-Beschäftigten in Deutschland ein Tempo vorlebe, das es langfristig selbst nicht durchzuhalten glaubt,
  • 18 Prozent erreichen öfter die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit,
  • 23 Prozent legen keine Pausen ein,
  • dass jeder Achte krank ins Unternehmen kommt.

Finden Sie sich in der Studie wieder?

Dann habe ich eine gute Nachricht für Sie.

Im Jahr 2016 wollen die Krankenkassen sowie Pflege- und Rentenversicherung 490 Millionen Euro in gesundheitliche Präventivmaßnahmen investieren. Ein Schwerpunkt soll die Prävention in Unternehmen sein.

“Auch Arbeitgeber, die in gesundheitliche Prävention investieren, sollen dadurch künftig Vorteile erzielen. Laut Gesetzentwurf werden die Präventionsausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung ab 2016 von 3,09 Euro auf sieben Euro pro Person erhöht – davon werden mindestens zwei Euro in die betriebliche Prävention gesteckt.”

Quelle: www.Finanzen.de

Bewegung ist immer noch die beste Wahl, um akuten Stress abzubauen und Ihre Vitalität zu stärken. Wer sich nur ein einziges Mal 20 Sekunden am Sandsack ausgepowert hat, weiß, dass der Stress erstmal abgebaut wurde.

Bevor Sie mit Sport anfangen (…)

Boxcoach Christoph Teege

(…) lassen Sie sich unbedingt vorher medizinisch durchchecken, wenn Sie zu der Gruppe Menschen gehören, die schon lange nicht mehr sportlich aktiv waren. Außerdem sollte nur geschultes Personal Ihren Trainingsplan schreiben und Ihnen die Übungen erklären.

Die Realität sieht meistens anders aus – leider. Aus dem Internet werden Profi-Trainingspläne kopiert, Fitness-DVDs gekauft und Fitness-Apps heruntergeladen und die Technik dann von Laien erklärt. Ein Großteil der sportlichen Newcomer fängt auf eigene Faust an zu trainieren. Es werden „harte Bandagen“ übergezogen und viel zu schnell, zu hart und zu oft trainiert – gemäß dem Motto „Gelobt sei, was hart macht!“ oder „Von nix kommt nix!“. Es wird ohne Sinn und Verstand trainiert und das wichtigste Trainingsprinzip völlig vergessen: die Regeneration und Erholungsphase nach dem Training.

Vitalität und Trainingserfolg

Training muss ein bisschen weh tun, damit sich die gewünschten Effekte wie Stressabbau, verbesserte Ausdauer und eine höhere Belastbarkeit im Job einstellen können. Sportler nennen das „no pain, no gain“. Übersetzt heißt das: „Ohne Fleiß, kein Preis“ oder „Wer schön sein will, muss leiden.“ Ich drücke es lieber positiv aus: Schmerz geht, Erfolg bleibt.

Wenn Sie härter trainieren als zuvor, fügen Sie sich ganz bewusst Schmerzen zu. Die Intensität des Schmerzes wird individuell empfunden und ist von vielen Faktoren wie Trainingserfahrung, Ernährung sowie berufliches und privates Umfeld abhängig. Intelligente Menschen schieben deshalb ihr Ego beiseite und holen sich von Anfang Unterstützung von einem professionellen Trainer. Er schreibt einen vernünftigen Plan, der sich den körperlichen, mentalen und organisatorischen Voraussetzungen des Sportlers anpasst. Außerdem erklärt ihm der Trainer die Übungen fachkundig in Theorie und Praxis.

Nach dem Training ist der Körper in der Erholungsphase und passt sich der Trainingsbelastung an. Beim nächsten Training stellen Sie fest, dass die gleichen Übungen plötzlich nicht mehr so weh tun. Das fühlt sich großartig an – und dieser Erfolg motiviert zum Weitermachen. Doch genau in dieser Phase hat der Trainer die Aufgabe Sie zu bremsen, damit Sie nicht mehr trainieren als Ihnen gut tut. Bleiben Sie dran, seien Sie konsequent, aber lassen Sie die „harten Bandagen“ zu Hause.

Vitalität ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen

Mehr Sport ins Leben einzubauen ist keine einmalige Aktion. Sie wird zur Gewohnheit und einer Lebenseinstellung. Wenn Sie über Wochen, Monate und Jahre dranbleiben, winken Ihnen Vorteile, die Sie mit keinem Geld dieser Welt bezahlen können:

Vitalität ist das schöne Gefühl,

  • morgens ausgeschlafen und voll Tatendrang zu sein,
  • Bäume ausreißen zu können,
  • stark, sicher und gesund zu sein,
  • fünf Stockwerke hoch zu laufen und nicht außer Atem zu sein,
  • einfach gelassener und entspannter zu sein.

Vitalität bedeutet auch aber auch,

  • Komplimente vom Arzt für gute Blutwerte zu bekommen,
  • sich in seinem Körper wieder wohl zu fühlen und Komplimente vom anderen Geschlecht zu bekommen,
  • alles essen zu können, aber nicht alles essen zu wollen,
  • abends noch genügend Energie zu haben, um mit den Kindern zu toben, zu raufen und zu spielen.

Sie sehen, es hat sehr viele Vorteile, mehr Sport in Ihr Leben zu integrieren. Es gibt allerdings auch eine „schlechte“ Nachricht. Vitalität gehört zu den wenigen Bereichen, die Sie nicht delegieren können – weder an Ihren Partner noch an Ihre Kollegen und Freunde – da müssen Sie selber ran, weil Vitalität Chefsache ist!

Fazit

Sie können selbstverständlich warten, bis Unternehmen Präventivmaßnahmen anbieten. Aber warum sollten Sie?

Je eher Sie selbst aktiv werden, um so eher profitieren Sie von den positiven Auswirkungen eines aktiven Lebensstils. Werden die Präventivmaßnahmen dann tatsächlich angeboten, nehmen Sie die Angebote ruhig mit, wenn sie Ihr Unternehmen bezahlt.

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Bild oben im Artikel Vitalität: ©privat

Christoph Teege - Boxcoach

Dipl.-Ing.(FH), Autor und Boxcoach. Bekannt geworden durch die Erfolge beim Quizboxen. Das Thema lautet: Menschen, Teams und Unternehmen durch Boxen stärken. Unser Motto ist: Boxen statt Mimimi®. Weitere Blog-Artikel | Hier findest du die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
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