Welche Körperpartien werden beim Boxen trainiert?

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Boxen ist Ganzkörpertraining und Stresskiller in einem. Und damit ein optimaler Ausgleich zum Alltag für alle, die gereizt, gestresst, ein- und angespannt sind – kurz: für alle, die “unterboxt” sind.

 

Boxen ist ein Ganzkörpertraining

Boxen – angemessen eingesetzt – ist als Sport nicht gefährlicher als Spazierengehen. Angemessen eingesetzt heißt in diesem Kontext, dass auf Wettkämpfe und intensives Sparring mit Kopftreffern verzichtet wird.

Boxen ist ein Ganzkörpertraining. Beim Boxen trainierst du den ganzen Körper. Was viele Laien nicht wissen (können): Die Kraft der Schläge entsteht in den Beinen. Du brauchst beim Boxen einen sicheren Stand, um die Kraft optimal von den Beinen über die Hüfte durch den Rumpf in die Arme zu leiten.

Ein gutes Körpergefühl sowie eine gute Koordination verhelfen dir dazu, möglichst schnell und kraftvoll zuschlagen, den Rumpf in Kombination mit den Beinen schnell beschleunigen oder abbremsen zu können. Und natürlich unterstützen dich starke Schultern und Arme, um die Kraft schlussendlich in die Hand weiterzuleiten und präzise und kontrolliert zuzuschlagen.

Vorteil: Jeder einzelne Bereich lässt sich separat trainieren. Dafür werden viele Übungen aus dem Athletik-Training eingesetzt. Mit den passenden Hilfsmitteln wie Springseilen, Koordinationsleitern, Hürden, Kurzhanteln oder Kettlebells lässt sich das Boxtraining mit unterschiedlichen Variationen erweitern. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Als netter Nebeneffekt bekommen die meisten Boxer – vorausgesetzt, die Ernährung stimmt – ein Sixpack. Der Rumpf dient als Schutz und ist gleichzeitig bei jedem Schlag beteiligt. Aber die meisten Boxer haben mit dem Training nicht den Sixpack, sondern das Boxen an sich zum Ziel. Das Sixpack ist einfach nur eine nette Begleiterscheinung.

Sitzen die Grundschläge, lassen sich daraus Kombinationen bilden. Das gibt im Laufe der Zeit einen dynamischen und harmonischen Bewegungsablauf, bei dem du in den „Flow“ kommst. Die Läufer kennen das unter dem Begriff „Runners High“ Das ist das Gefühl, bei dem du dich voll und ganz auf den Moment und die bevorstehende Aufgabe konzentrierst. Es wird nicht an gestern und auch an Zukunftspläne nachgedacht.

Die Konzentration ist voll auf den Punkt ausgerichtet. Dieses Gefühl kannst du übrigens auch in deinen beruflichen Alltag übernehmen, weil es dir hilft, in stressigen Situationen den Überblick und einen kühlen Kopf zu bewahren.

Boxen macht körperlich fit und mental stark

Wenn du regelmäßig ins Boxtraining gehst, beispielsweise zum Betriebssport im Unternehmen, profitierst du zuerst auf körperlicher Ebene von den Vorteilen. Durch das Ganzkörpertraining wird Stress abgebaut, “schlanke” Muskeln werden aufgebaut und das wirkt sich positiv auf deine Körperhaltung aus. Das Gesamtbild wirkt sehr harmonisch, kraftvoll und ästhetisch. Die Proportionen von Ober- und Unterkörper stimmen, es wirkt sehr natürlich.

Neben den körperlichen Veränderungen findet aber auch eine mentale Entwicklung statt. Du nimmst deine Umwelt plötzlich anders wahr und wirst auch von deinem Umfeld anders wahrgenommen.

Dein Selbstbewusstsein nimmt zu, du hast mehr Selbstvertrauen und ein besseres Standing. Es fällt dir auch leichter, die “mentalen Boxhandschuhe” anzuziehen, nein zu sagen und Grenzen zu setzen – und diese gegenüber sich selbst und anderen auch einzuhalten.

Woran das liegt?
Entscheidend ist zum einen, dass du dich beim Training selbst intensiv spürst; beispielsweise deine pure Kraft, wenn du in die Pratzen schlägst.

Du fühlst deine körperlichen und mentalen Grenzen ganz klar, während du boxt, Liegestütze oder Klimmzüge machst oder wenn du irgendwann denkst: „Ich kann nicht mehr!“ Zum anderen braucht es Selbstüberwindung, gerade jetzt weiterzumachen und nicht aufzugeben. Es geht darum, sich in diesen entscheidenden Momenten im wahrsten Sinne des Wortes durchzuboxen.

Deine Erfahrungen aus dem Boxen nimmst du mit in deinen normalen Alltag. Du löst z.B. Motivationsprobleme aus eigenem Antrieb. Du kannst dich angemessen durchsetzen, bleibst dran und ziehst es einfach durch.

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Fazit

Boxen ist ein Ganzkörpertraining. Beim Boxen trainierst du den gesamten Körper gleichermaßen. Die Verletzungsgefahr ist dabei nicht höher als beim Spazierengehen – vorausgesetzt, du bestreitest keine Wettkämpfe. Neben den körperlichen Vorteilen (Körperhaltung, Gewichtsabnahme, Aufbau von „schlanker“ Muskulatur, Sixpack) profitierst du auch im Alltag vom Boxen, weil es dir leichter fällt, nein zu sagen, dich selbst zu motivieren und dranzubleiben.

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Bilder im Artikel Ganzkörpertraining, Boxen: ©peters, ©hinkes ©shutterstock

Christoph Teege

Christoph Teege

Dipl.-Ing.(FH), Selbstmanagement-Trainer und Boxcoach - Mit Stress, Druck und Rückschlägen souverän umgehen. Start | Selbstmanagement und Boxen | Blog
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