Resilienz durch Boxen erlebbar machen

Resilienz durch BoxenNach dem Vortrag ist vor dem Vortrag (siehe dazu den Presseartikel). Oder so ähnlich. Diese Woche halte ich meinen Resilienz-Vortrag vor pädagogischem Personal und ich freue mich jedes Mal darauf. Nicht, weil ich immer wieder das Gleiche erzähle, sondern weil Resilienz ein Thema ist, das im Alltag echte Relevanz hat.

In der Wissenschaft gibt es klar definierte Resilienzfaktoren. Begriffe wie Selbstwirksamkeit oder Emotionsregulation sind fachlich korrekt, aber im Alltag oft sperrig. Sie klingen abstrakt, sind schwer greifbar – und noch schwerer zu merken.

Deshalb erkläre ich Resilienz über die Box-Metapher: B.O.X.E.N.

Warum?
Weil Boxen und Resilienz mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick denkt.

Im Boxen geht es um Nehmerqualitäten. Nicht jeder Treffer lässt sich vermeiden. Entscheidend ist, wie ich damit umgehe. Genau das gilt auch im Leben und im Beruf. Stress, Druck und Rückschläge gehören dazu. Resilienz zeigt sich darin, souverän damit umzugehen.

Es geht auch um das Aufstehen nach harten Treffern. Nach Niederlagen, Krisen oder Momenten, in denen etwas nicht funktioniert hat. Und vor allem geht es darum, nicht allein im Ring zu stehen. Kein Boxer steigt ohne Team in den Ring. Trainer, Betreuer, Menschen in der Ecke, die unterstützen, spiegeln und stärken. Resiliente Menschen wissen, dass sie Hilfe annehmen dürfen und nicht alles allein tragen müssen.

Weil man Resilienz nicht nur verstehen, sondern erleben sollte, boxen die Teilnehmenden auch.Nicht gegeneinander, sondern miteinander. Es gibt keine blauen Augen und keine blutigen Nasen. Stattdessen entstehen Erfahrungen, die im Kopf bleiben – und im Körper.

Resilienz wird so vom abstrakten Begriff zu etwas Konkretem.

Denn am Ende geht es nicht darum, niemals zu fallen. Sondern darum, immer wieder aufzustehen und zu wissen, wer in deiner Ringecke steht.

Was macht für dich einen resilienten Menschen aus?

Foto im Artikel Resilienz durch Boxen ©privat