Resilienz – 10 Tipps, wie du deine Nehmerqualitäten entwickeln kannst (1)

Resilienz. Foto: ©Leonie Kohrs

Unter Resilienz wird die Fähigkeit verstanden, mit Krisen und Rückschlägen des Lebens souverän umzugehen und sie als Motor für die eigene Entwicklung zu nutzen. Es geht also darum, Nehmerqualitäten zu entwickeln.

Zum Thema Resilienz passt das Zital von Rocky Balboa wie die Faust aufs Auge:

„Die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein und Regenbogen. Sie ist oft ein gemeiner und hässlicher Ort. Und es ist mir egal wie stark du bist. Sie wird dich in die Knie zwingen und dich zermalmen, wenn du es zulässt. Du und ich, und auch sonst keiner, kann so hart zuschlagen wie das Leben. Aber der Punkt ist nicht der, wie hart einer zuschlagen kann, es zählt bloß, wie viele Schläge er einstecken kann und ob er trotzdem weiter macht. Wieviel man einstecken kann und trotzdem weiter macht. Nur so gewinnt man!“

Oder in der langen Version im Film:

Bei dem Thema Resilienz geht es also nicht (nur) darum, souverän mit Krisen und Rückschlägen umzugehen. In schwierigen Zeiten und nach Niederlagen oder Rückschlägen dranzubleiben und sich im wahrsten Sinne des Wortes durchzuboxen, ist für die meisten Menschen eine riesengroße Herausforderung.

Die gute Nachricht ist, dass Resilienz nicht angeboren ist und alleine die Gene darüber entscheiden, wie widerstandsfähig Menschen sind. Eigenes Denken und Verhalten sowie die Umwelt, in der wir aufgewachsen sind und die uns heute umgibt, lassen uns ebenfalls wachsen und robuster werden.

Insgesamt möchte ich dir 10 Tipps geben, wie du deine Resilienz steigern kannst. In diesem Artikel habe ich fünf Tipps für dich und im nächsten (20.3.2019) fünf weitere.

Resilienz-Tipp #1: Wer stark ist, kann auch andere stark machen

Einfaches Beispiel aus dem Alltag: Wärme fließt immer von warm zu kalt. Oder komplizierter ausgedrückt: Energie fließt immer nur vom höheren zum niedrigeren Plateau (2. Hauptsatz der Thermodynamik). Das ist bei uns Menschen ähnlich. Starke Menschen können an andere (vermeintlich weniger starke) Menschen Energie abgeben und sie dadurch ermutigen, bestärken oder auf neudeutsch “empowern”. Es geht darum, Menschen für ihre Fortschritte anzuerkennen und sie auch mal unabhängig von der Leistung zu loben. Das steigert das Selbstwertgefühl und macht stark fürs Leben. Suche dir starke Menschen oder noch besser: Sei selber stark und unterstütze andere, ohne sie zu bevormunden, bloßzustellen oder vorzuführen.

Resilienz-Tipp #2: Wer stark ist, kann andere machen lassen

Menschen müssen ab und an mit Schwierigkeiten konfrontiert werden, um sich zu behaupten und durchzukämpfen. Bildlich mit der Box-Metapher gesprochen heißt das: Sie holen sich ein blaues Auge oder sogar eine blutige Nase. Das schmerzt, macht wütend und setzt einen Prozess in Gang. Nach einer Herausforderung, einer schwierigen Lebensphase oder einem Wettkampf ist man froh, dass es zu Ende ist. Später, mit etwas zeitlichem Abstand, schaut man stolz auf seine heldenhaften Verletzungen zurück. Wer die Menschen immer vor Gefahren beschützen will, kann im ungünstigsten Fall genau das Gegenteil bewirken. Die Menschen dürfen nicht die Erfahrung machen, dass sie ihre Motivationsprobleme aus eigener Kraft lösen und Widerstände überwinden können. Sie werden labil und können mit Krisen, Rückschlägen und Widrigkeiten des Lebens weniger gut umgehen. Also, einfach mal machen lassen.

Resilienz-Tipp #3: Wer wirklich will, der findet Wege

Auch im Erwachsenenalter ist es möglich, das eigene Denken wie auch die Einstellung zu korrigieren und so Veränderungen zu bewirken. Allerdings muss es bei einem selbst „Klick“ machen. Jemanden gegen seinen Willen umzuformen, gilt als unmöglich. Wenn du wirklich etwas verändern willst, gibst du nicht so schnell auf, sondern bleibst dran und boxt dich durch schwere (Krisen-) Zeiten.

Resilienz-Tipp #4: Keine Erfahrung ist umsonst

Es gibt immer wieder Momente im Leben, in denen wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen. „Soll ich oder soll ich nicht?“ Schlussendlich ist eine Entscheidungsfindung immer eine Kombination aus „Bauchgefühl“ und „Kopf“ . Egal, wie du dich entscheidest – Hauptsache, du triffst überhaupt eine Entscheidung!. Tust du das nicht, wirst du in Grübeleien versinken, die dir das Leben unnötig schwer machen. Viel besser ist es, eine Entscheidung zu treffen und dann mit den Konsequenzen zu leben. Du kannst nur gewinnen! Denn keine Erfahrung ist umsonst.

Resilienz-Tipp #5: Probleme sind wie der Gegner im Ring – weglaufen geht nur bedingt!

Es gibt etwas, dass alle Menschen haben: Probleme oder anders formuliert “Entwicklungschancen”. Du kannst versuchen, vor den Problemen wegzulaufen oder sie zu ignorieren. Manchmal ist das auch gut, um Zeit zu gewinnen oder die Gedanken zu ordnen. Nicht alles muss sofort gelöst werden. Und glücklicherweise lösen sich Probleme manchmal auch von selbst, andere wiederum nicht! Die einen müssen offensiv angegangen werden, damit sie nicht zu noch größeren Problemen werden oder zum K.O. führen. Probleme sind wie der Gegner im Boxring. Weglaufen gilt nur bedingt. Es ist wichtig genau hinzuschauen, wann es sich zu kämpfen lohnt oder wann es schlauer ist abzuwarten. Um diese Entscheidung zu treffen, helfen dir deine eigens gemachten Erfahrung und außerdem die Expertise von Menschen, denen du vertraust.

Am 20.3.2019 folgen die Tipps 6 bis 10.

Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit

Hau rein👊
Christoph

 

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Christoph Teege - Boxcoach

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