Veränderung: Wie Sie vom Wissen ins Handeln kommen

Veränderung. Anfangen. Dranbleiben. Durchboxen.

Veränderung steht an.

Wir wissen meistens, was zu tun ist.

Aber wir tun es nicht.

Warum eigentlich?

Woran liegt das?

Wieso setzen wir nicht einfach das um, was wir uns vornehmen?

Die Antworten sind sehr individuell und doch lässt sich das ziemlich einfach auf mehrfache Art zum Ausdruck bringen:

Wir wollen entweder Schmerz vermeiden oder Freude empfinden. Wir haben also „weg-von“- oder „hin-zu“- Ziele. Wir fühlen uns von etwas abgestoßen oder zu etwas hingezogen.

Es ist auch durchaus möglich, dass uns Menschen in unserem Umfeld diese Veränderung wünschen, weil sie erkannt haben, dass wir blindlings auf eine stehende Faust zurennen. Oh je, und das tut dann verdammt weh, endet meist mit einem blauen Auge und einer blutigen Nase.

Jedes Ziel, das wir anstreben, hat eine Ursache. Es stellt sich also die Frage, warum wir überhaupt ein bestimmtes Ziel haben. Oftmals wird es aus dem Gefühl der Unzufriedenheit geboren, das dann den Wunsch nach Veränderung in uns weckt – im Grunde genommen eine positive Entwicklung.

Doch vielen Menschen macht Veränderung Angst. Klar wollen sie das Neue, aber bitte ohne das Alte loszulassen. Unbewusst spüren wir, dass das nicht funktioniert. Und dieses Gefühl lähmt uns, bremst uns aus. Wir wissen, dass wir etwas verändern müssen, kommen aber einfach nicht ins Handeln.

Woran liegt das, das wir nicht ins Handeln kommen?

Grund Nr. 1 – persönliche Ursachen

Oftmals liegt es an körperlichen Defiziten, wenn wir antriebslos und ohne Umsetzungskraft sind und einfach nicht ins Handeln kommen wollen. Mein Rat: Suchen Sie in regelmäßigen Abständen einen Mediziner oder Heilpraktiker auf und lassen Sie einen Gesundheits-Check machen.

Sind Sie fit und gesund, müssen Sie sich auch mit Ihrem Lebensstil befassen. Dabei geht es vor allem um Ernährung, Bewegung und Ihr Schlafverhalten – und um die Beziehung zu sich selbst. Ein Tipp, wie Sie fit und gesund werden können, finden Sie in diesem Artikel.

Aber bitte machen Sie daraus keine Wissenschaft. Es geht einfach nur darum herauszufinden, was Ihnen guttut und wo Sie Ihre kostbare Energie unnötig verpulvern. Gehen Sie in sich. Wenn es Ihnen leichter fällt, erstellen Sie eine Plus-/Minus-Liste.

Führen Sie diese Liste ruhig über einen längeren Zeitraum von mehreren Tagen oder Wochen. Sie erhalten auf diese Art einen guten Ein- und Überblick über Ihren Tagesablauf und Ihre Gewohnheiten. Sie werden schnell erkennen, wodurch Sie leistungsfähig(er) werden und was Ihnen Energie entzieht.

Wenn Sie dabei Gewohnheiten feststellen, die Ihrem eigenen Energie-System nicht zuträglich sind, ist es an Ihnen zu entscheiden, ob Sie diesen Zustand beibehalten oder verändern möchten.

Grund Nr. 2 –systemische Ursachen

Wir leben nicht auf einer einsamen Insel, sondern in einem Beziehungskonstrukt, innerhalb eines Netzwerkes von Menschen, die uns umgeben. Diese Umgebung prägt uns; ob wir wollen oder nicht. Über einen längeren Zeitraum hin werden wir uns diesem Umfeld zwangsläufig und ganz automatisch anpassen.

Besteht Ihr Umfeld aus Menschen, die nicht gerne ins Risiko gehen und Veränderungen wagen, wird es auch Ihnen schwerer fallen, Veränderungen umzusetzen. Umgekehrt betrachtet werden Sie Kritik, Rückschläge und andere Formen von Liebesentzug erfahren, wenn Sie in diesem risikoscheuen Umfeld eine Veränderung wagen.

Und das kann zur Folge haben, dass Sie eingeschüchtert sind und sich mit dieser Art Aktionismus zukünftig zurückhalten werden. Das muss nicht sein! Ziehen Sie mental die Boxhandschuhe an. Wehren Sie sich! Zeigen Sie, dass Sie für Ihr Ziel kämpfen!

Ändern Sie, was Sie ändern können und akzeptieren Sie die Umstände, die Sie nicht ändern können.

Doch warum reagiert das Umfeld so negativ auf Menschen, die Veränderungen herbeiführen wollen?

Die Erklärung ist ganz simpel: Sie stören sich daran, weil sie durch das Handeln der anderen (also vielleicht von Ihnen) an ihre eigenen vertanen Chancen erinnert werden. Das tut weh – und außerdem wollen sie gar nicht, dass andere Menschen sich entfalten, wachsen und weiter entwickeln. Sie möchten, dass sie klein gehalten werden.

Dieses Wissen sollte Ihnen helfen, sich davon nicht beeinflussen zu lassen und unabhängig vom Umfeld Ihren eigenen Weg zu gehen.

Wissen im Überfluss

Durch das Internet haben wir jede Sekunde unseres Lebens Zugriff auf jede Art von Wissen. Blogs, Bücher und Millionen von Webseiten wollen uns Wissen vermitteln – doch die können wir unmöglich alle lesen – auch diejenigen nicht, die die Methode des SpeedReadings kennen und anwenden können. Das Internet wird grundsätzlich aus zweierlei Hinsicht genutzt, und zwar um sich

1. unterhalten zu lassen oder
2. eine Problemlösung zu suchen.

Und Problemlösung gibt es im Internet viele – zu viele. Selbst der millionste Blog über Motivation, Persönlichkeitsentwicklung und Zielerreichung wird nichts signifikant Neues schreiben.

Die Basics und auch die Grundlagen bezüglich Veränderungen sind längst bekannt! Den meisten Menschen sind diese Problemlösungen jedoch zu aufwändig. Sie suchen nach einem verkürzten Weg, eine Veränderung möglichst unkompliziert und schmerzfrei vollziehen zu können.

Wenn es sie tatsächlich gibt, dann ist es die, von erfahrenen Menschen zu lernen.

Veränderung: Anfangen. Dranbleiben. Durchboxen.

Veränderung funktioniert nur, wenn wir mit der Umsetzung auch beginnen, also handeln, etwas tun. Aber lassen Sie sich nicht verrückt machen. Jede Veränderung ist ein Projekt, das Wochen, Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern wird. Sie brauchen Kraft, Konzentration und Kondition. Besonders wichtig ist, auf Rückschläge vorbereitet zu sein. Die werden kommen, aber Sie dürfen sich nicht davon aus dem Konzept bringen lassen.

Achten Sie unbedingt darauf, Ihre Kraft auf dem Weg der Veränderung hin zu neuen Zielen gut einzuteilen. Lassen Sie einfach mal los und den Dingen ihren Lauf. Versuchen Sie nicht zu kontrollieren, was sich nicht kontrollieren lässt. Bleiben Sie entspannt, lassen sie sich treiben und warten Sie ab. Denken Sie nach, aber grübeln Sie nicht.

Entscheiden heißt trennen, heißt Abschied nehmen

Um für sich selbst entscheiden zu können, ob eine Veränderung sinnvoll ist, beantworten Sie sich in regelmäßigen Abständen nachfolgende Fragen:

  • Wo stehe ich?
  • Wo will ich hin?
  • Wie komme ich dahin – und bitte mit möglichst wenig Schmerzen?

Sich für Veränderung zu entscheiden bedeutet immer, sich von etwas zu trennen, „etwas abzuschneiden“ („alte Zöpfe abschneiden“) oder sich von etwas zu lösen.

Machen Sie Platz für etwas Neues. Aber setzen Sie sich nicht unter Druck.

Dann werden Sie schon nach relativ kurzer Zeit eine Lösung für sich finden und eine entsprechende Entscheidung treffen können.

Ist Ihre Entscheidung gefallen, lassen Sie sich bitte nicht gleich von den ersten Rückschlägen entmutigen. Jetzt aufzugeben, wäre viel zu einfach. Haben Sie noch eine Chance zum Ziel zu gelangen, dann kämpfen Sie sich durch – aber mit weichen Bandagen. Und wenn Sie doch kurz davor sind aufzugeben, fragen Sie sich, warum Sie überhaupt damit angefangen haben.

Bleiben Sie dran. Sie können sich wirklich entfalten, weiterentwickeln; Ihre Ziele sind tatächlich erreichbar. Wenn auch in dieser schwierigen Phase alles gegen Sie spricht.

Sie machen gerade eine Entwicklung durch, wachsen an Ihrem neuen Ziel. Und Wachstumsschmerz tut weh, aber er gehört zur Entwicklung dazu. Nicht aufgeben, sondern Ihre Strategie ändern und um Hilfe bitten. Das bringt Sie weiter!

Fazit

Wissen und Umsetzung müssen sich die Waage halten und einander ergänzen. Sonst kann es passieren, dass ich entweder zu viel weiß und nicht ins Handeln kommen. Oder ich bin zwar aktiv, aber ohne Fortschritte an der Umsetzung dran, weil ich nicht weiß, wo die entscheidenden Hebel liegen.

 

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Bild im Artikel Veränderung: ©privat

Christoph Teege - Boxcoach

Meine Leidenschaft ist es, Menschen, Teams und Unternehmen durch Boxen zu stärken. Vorträge | Boxevents | Profil
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