3 Impulse für ein gesundes, leistungsorientiertes Leben

Es ist noch nicht so lange her, da war mir meine Gesundheit ziemlich egal. Ich habe geraucht, am Wochenende oft Party gemacht und nicht sonderlich auf meine Ernährung geachtet. Ich war jung, naiv und gedankenlos – bis Silvester 2008. Da spürte ich auf einmal das dringende Verlangen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Es war ein Prozess, der sich ein über ein halbes Jahr zog, doch er brachte die Wende: Nach diesen sechs Monaten rauchte ich meine letzte Zigarette. Danach startete ich ins harte Training für den Ironman; außerdem war mein Interesse am Thema Leistungsentwicklung erwacht. Und es ging noch ein gutes Stück des neuen Weges weiter: Nach meinem ersten Ironman folgte das „Quizboxen“ bei Stefan Raab, an das sich viele weitere Box-Titelkämpfe anschlossen.

Was soll ich Ihnen sagen? Die Anstrengungen haben sich – auch wenn es nicht immer leicht war – in jeder Hinsicht gelohnt. Seit ein paar Jahren spüre ich die positiven Auswirkungen einer gesunden, leistungsorientierten Selbstführung und profitiere täglich davon.

Diese Erfahrungen möchte ich gerne weitergeben und Ihnen in diesem Artikel drei Impulse mit auf den Weg geben, wie auch Sie Ihre Leistungsfähigkeit steigern können.

Machen Sie Bewegung zum Geschäftstermin

Gehen Sie doch einmal eine Minute in sich und überlegen Sie, wofür Sie sich bezüglich Ihrer eigenen Person viel zu wenig Zeit nehmen, weil Ihnen hierfür angeblich keine Zeit zur Verfügung steht. Schon eine Idee, was es sein könnte? Okay, dann ein kleiner Hinweis verbunden mit einer Frage:

Glauben Sie tatsächlich, dass der Mensch dafür geschaffen ist, jeden Tag acht Stunden auf seinem Bürostuhl zu sitzen, höchstens einmal die Hand zum Telefon zu bewegen oder einen Ordner aus dem Schrank zu holen? Jetzt ahnen Sie sicherlich, worauf ich hinaus will: BEWEGUNG. Bewegung tut gut, macht Spaß, hält Körper und Geist fit.

Aber leider bewegen wir uns viel zu wenig. Woran liegt das? Weil wir Ausreden erfinden!

Bauen Sie Bewegung ab sofort in Ihren Tagesablauf ein. Schwingen Sie sich aufs Fahrrad, ziehen Sie im Schwimmbad ein paar Bahnen oder joggen Sie eine Runde durch den Wald oder den Park. Wie vieles andere beginnt Bewegung mental – also im Kopf.

Regelmäßige Bewegung sollte für Sie lieber früher als später zur Selbstverständlichkeit werden. Außerdem geht es nicht darum, wie lange sie joggen oder Rad fahren, sondern dass Sie es überhaupt und regelmäßig tun. Glauben Sie mir, der Spaß daran kommt von ganz allein, weil Sie spüren, dass Sie sich anschließend besser fühlen – körperlich und im Kopf – es schließt sich der Kreis.

Aller Anfang ist schwer, da möchte ich gar nicht widersprechen. Aber es geht leichter als Sie denken. Vereinbaren Sie doch einfach einen Termin fürs Training – und zwar mit sich selbst. Hören Sie in sich hinein. Sie werden spüren, dass Bewegung nicht nur Ihr Körpergefühl verbessert. Sie bekommen dadurch auch ein ganz anderes Zeitgefühl. Mir kommen beispielsweise beim Laufen 30 Minuten wie eine kleine Ewigkeit vor, während 30 Minuten im Büro schnell vorbei sind.

Ihr Körper ist kein Mülleimer

Unser Körper ist extrem leistungsfähig und belastbar, und das sogar auch dann, wenn Sie nur „Schrott“ essen, viel zu viel Alkohol trinken und auch noch der Nikotinsucht verfallen sind. Ein gesunder Mensch steckt so etwas relativ leicht weg.

Aber warum tun wir uns das an?

Unser Körper ist doch kein Mülleimer! Wahrscheinlich haben Sie dieses Verhaltensmuster von dieser Seite noch gar nicht betrachtet, oder?

Verkehren wir obige „Angewohnheiten“ doch einfach ins Positive: Versorgen Sie Ihren Körper mit guten Nähr- und Vitalstoffen.

Sie müssen nicht gleich zum „Öko-Jochen“ oder „Bio-Freak“ werden und eine 100-prozentig gesunde Ernährung einhalten.

Mit Vollzeitjob ohne eigenen Koch wird sich dieses Ziel kaum umsetzen lassen. Aber warum müssen es denn immer 100 Prozent sein? 70 Prozent reichen meistens auch.

Leben ist Leistung, und wer Leistung liefern will, muss Leistung (= Energie) zuführen. Zucker, Fertigprodukte und industriell hergestellte Nahrungsmittel enthalten kaum noch Nähr- und Vitalstoffe, sondern nur leere Kalorien.

Achten Sie unbedingt darauf, so natürlich wie möglich zu essen. Trotzdem dürfen Sie sich ab und zu auch „ungesunde“ Sachen gönnen. Es kommt nur auf die Dosierung an. Wer jeden Tag Currywurst mit Pommes isst, darf sich nicht wundern, wenn er irgendwann selbst genauso aussieht.

Auf der anderen Seite darf es auch gerne mal ein Stück Sahnetorte, ein köstliches Eis, ein kühles Feierabendbier oder eine Handvoll Chips sein. Wenn Sie diese kulinarischen „Ausreißer“ langsam und ganz bewusst genießen, reicht Ihnen eine Handvoll Nüsse – Sie werden gar nicht mehr das Bedürfnis haben, den Inhalt der ganzen Dose in sich hineinzuschütten. Ich bin im Übrigen mit der 70:30 Methode (70 Prozent Gesundes / 30 Prozent, worauf ich Lust habe) bisher gut gefahren.

Machen Sie sich nicht verrückt

Lassen Sie sich von den Medien nicht kirre machen und hören Sie bitte auf, sich mit Prominenten vergleichen zu wollen. In den Hochglanz-Magazinen wird geschummelt was das Zeug hält. Die Fotos vieler Stars und Sternchen werden um der guten Optik willen gerne mit Photoshop bearbeitet.

Und der Leser nimmt das dann für bare Münze. Und ein Vergleich mit dem Profi-Sportler? Dieser Vergleich hinkt ebenfalls gewaltig; der Begriff „Profi“ bringt es bereits auf den Punkt: Profis trainieren täglich mehrere Stunden. Eine wohl proportionierte, durchtrainierte muskulöse Figur ist bei Profisportlern kein Wunder, sondern völlig normal.

Sie sehen: Vergleiche dieser Art bringen Sie nicht weiter – ganz im Gegenteil. Sie können nur verlieren! Die Frustrationsgrenze ist schnell erreicht und vor lauter Enttäuschung ist Ihr Wille zur Veränderung, zu mehr Bewegung schon gebrochen, bevor Sie überhaupt mit der Umsetzung angefangen haben. Bleiben Sie ruhig und entspannt. Haben Sie Geduld und geben Sie sich genügend Zeit.

Unser Körper verändert sich langsam und stetig. Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Es bringt Ihnen nichts, einmal pro Woche drei Stunden zu joggen und sich die Lunge aus dem Leib zu rennen, um dann an anderen Tagen vor dem Fernseher zu sitzen und ganz nebenbei wie automatisiert in die Knabbertüte zu greifen, getreu dem Motto: „Ich darf das jetzt, hab ja diese Woche drei Stunden Sport gemacht!“ – Kommt Ihnen das vielleicht sogar bekannt vor? Erwischt!

Es geht auch anders, und vor allem entspannter. Laufen Sie 3x pro Woche, aber dann nur eine halbe Stunde – das ist viel effektiver und durch die Regelmäßigkeit gehört dieser Termin ganz selbstverständlich zu Ihrem Wochenplan dazu.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, wie ein Vergleich nur mit sich selbst funktionieren soll?

Mein Tipp ist das Führen eines Trainingstagebuchs, das Ihnen eine wunderbare Hilfe sein kann. Notieren Sie, wann Sie was trainiert haben. Machen Sie Fotos, dokumentieren Sie Ihr Gewicht.

Bevor Sie überhaupt starten, fragen Sie sich, warum Sie mehr Bewegung brauchen?

Definieren Sie eigene Ziele und vergleichen Sie sie mit den IST-Werten.

  • Möchten Sie leistungsfähiger sein?
  • Möchten Sie abnehmen?
  • Möchten Sie besser aussehen?
  • Möchten Sie mit Ihrem Aussehen Geld verdienen?
  • Möchten Sie fitter sein?
  • Möchten Sie an Wettkämpfen teilnehmen, oder
  • möchten Sie Stress abbauen und dadurch für mehr Entspannung sorgen?

Klare Ziele erleichtern den Start ins Handeln und Umsetzen. Andernfalls verlieren wir schnell den Faden und das Ziel aus den Augen. Das gilt im Übrigen für alle Lebenssituationen: Ob wir im Job Vorgaben erfüllen müssen oder eine Weiterbildung anstreben oder im privaten Bereich ein Haus bauen, eine neue Fremdsprache lernen oder für mehr Bewegung und Entspannung sorgen möchten. Wenn Sie sich darüber im Klaren sind, warum Sie etwas tun, fällt Ihnen die Umsetzung viel leichter.

Fazit

Ein gesundes, leistungsorientiertes Leben zu führen ist nicht jedermanns Sache. Es gibt viele Dinge zu koordinieren und umzusetzen, die andere Menschen nicht immer nachvollziehen können oder wollen. Schade, denn der Mut zu diesem Lebensstil wird mit mehr Ausstrahlung, Handlungs- und Umsetzungsstärke belohnt werden. Probieren Sie es aus.

Möglicherweise werden Sie durch Ihr Verhalten in Ihrem näheren Umfeld Nachahmer auf den Plan rufen. Vielleicht nehmen Ihre Mitmenschen Ihre (positive) Veränderung wahr und sprechen Sie darauf an.

Allerdings wird es auch immer Menschen geben, die sie kritisieren. Oftmals resultiert diese Kritik nur aus der eigenen Unzufriedenheit oder sie gönnen Ihnen den Erfolg nicht. Lassen Sie sich nicht irritieren. Ihre Nörgler könnten das auch, sie kriegen nur den Hintern nicht hoch, um endlich anzufangen! Und genau das wird Sie von diesen Menschen unterscheiden.

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Bild: ©privat

 

Christoph Teege - Boxcoach

Im Blog schreibe ich darüber, wie Menschen, Teams und Unternehmen im Alltag vom Boxen profitieren können. Vorträge | Boxevents | Coaching | Boxtraining.
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