Akzente setzen! Mit positivem Biss zum Ziel

Akzente setzen – eine Redewendung aus dem Boxen.

Auf der einen Seite ist Ehrgeiz und Biss erforderlich, um ein Ziel zu erreichen. Du brauchst eine gewisse Leidenschaft und die innere Leistungsbereitschaft, um überhaupt etwas zu starten und dranzubleiben.

Auf der anderen kann übermäßiger oder ungünstig kanalisierter Ehrgeiz in Verbissenheit führen, die dann wiederum dazu führt, dass du dein Ziel nicht erreichst, weil du entweder übermotiviert gestartet bist oder weil unterwegs die Kraft verloren gegangen ist.

Im normalen Alltag ist es manchmal gar nicht so leicht, die richtige Dosis und Intensität finden. Deshalb möchte ich in diesem Artikel das Boxen mal als Analogie nutzen, um das ganze mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Ein Ziel zu erreichen ist wie ein Boxkampf zu gewinnen (Analogie)

In der Analogie „Alltag trifft Boxen“ ist der Gegner nicht ein anderer Mensch. Der größte Gegner ist in unserem Kopf. Es ist unsere Einstellung und die Art und Weise wie wir mit uns, mit anderen Menschen und den Herausforderungen des Lebens umgehen.

Im Normalfall soll es nach der Zielerreichung besser sein als vorher. Das ist wie beim Boxen. Der Boxer steigt in den Ring, um zu gewinnen (mal abgesehen vom Journeyman, der dafür Geld bekommt, das er verliert). Oder um es mit einem überspitzen Beispiel zu beschreiben: Ich kenne keinen, der bewusst sagt: Ich höre jetzt auf mit Sport, fange an zu rauchen und nehme 30kg zu. Oder: Ich fahre jetzt mit voller Absicht die Firma an die Wand.

Es ist eher anders rum, bei Zielen soll etwas besser werden.

Entweder wir wollen etwas, was wir nicht haben.

Oder wir wollen etwas loswerden, was wir haben.

Also um bei dem Beispiel zu bleiben: Mehr Sport, weniger Rauchen, Wunschgewicht erreichen oder die Firma langfristig erfolgreich machen.

Auf dem Papier sieht die Zielerreichung auch einfach aus. Hier ist die Ist- Situation, da die Soll-Situation und das sind die Schritte, die ich gehen muss. Hmm…ja…klingt solange gut bis auf die Praxis trifft. Denn du kannst die Zielerreichung im Alltag genauso wenig planen wir einen Boxkampf. In beiden Fällen hast du es mit einer komplexen Situation zu tun. Speziell für diesen Fall kann ich dir das Buch “Probleme lösen: In komplexen Zusammenhängen denken” empfehlen. Ich habe es während meines Maschinenbau-Studiums gelesen. Mittlerweile gibt es eine neue Auflage.

Akzente setzen: Kraft gezielt einsetzen

Bleiben wir kurz beim Beispiel Boxen bevor dann der Transfer in den Alltag kommt:

Wenn du einen Boxkampf gewinnen willst, ist neben Training und der Vorbereitung wichtig, dass du im Kampf Akzente setzt. Mit Akzente setzen ist gemeint, dass du deine Kraft gezielt einsetzt, damit du Wirkungstreffer erzielst.

Bei den Schlägen ist es so: Du kannst deine Schläge mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Härte schlagen. Du kannst ganz langsam und ganz soft hauen oder eben so schnell und so hart wie du kannst. Du kannst dir sicherlich vorstellen, dass die schnell und hart ausgeführten Schläge anstrengender sind als die langsam ausgeführten Schläge sind.

Wenn du jetzt im Wettkampf bist und sofort ab Sekunde 1 nur hart und schnell schlägst, dann geht es auf deine Kraft und Kondition. Du kannst Glück haben und deine Wirkungstreffer bringen deinen Gegner in den ersten Runden dazu, dass er K.o. geht oder das Handtuch schmeißt.

Und was wenn nicht? Wenn die Wirkungstreffer nicht die erwünschte Wirkung erzielen? Wenn der Gegner über gute Nehmerqualitäten verfügt und nicht gleich aufgibt? Dann hast du ein Problem.

Deine Kraft ist schnell aufgebraucht und der Wettkampf dauert unter Umständen noch sehr lange. Irgendwann läßt die Kraft komplett nach und die Konzentration auch. Es fällt dir immer schwerer, die Deckung aufrecht zu halten und Wirkungstreffer zu erzielen. Irgendwann brichst du komplett ein…du kannst nicht mehr…der Gegner bringt dich mit seinen Wirkungstreffern dazu, aufzugeben. Du verlierst und hast dein Ziel nicht erreicht.

Wenn du jetzt Kraft sparen willst und im Wettkampf nur ganz langsam und soft schlägst, erzielst du keine Wirkung bei deinem Gegner. Mit anderen Worten: Du bist fleißig, rackerst dich und es passiert nicht viel. Auch hier ist irgendwann deine Kraft aufgebraucht und der Gegner hat leichtes Spiel, gegen dich zu gewinnen.

Das bedeutet: Als Boxer bist du gut beraten, deine Kraft gut einzuteilen und mit unterschiedlichen Intensitäten schlagen zu können, um eben „Akzente setzen“ zu können.

Akzente setzen im Alltag – mit positivem Biss zum Ziel

Was kannst du jetzt von der Analogie für deinen Alltag mitnehmen. Du kannst ähnlich wie der Boxer im obigen Beispiel versuchen, dein Ziel mit Gewalt erreichen zu wollen. Du startest richtig motiviert und gibst Vollgas. Du kannst Glück haben und erreichst dein Ziel.

In der Praxis sieht das meistens anders. Die Erfolgswahrscheinlichkeit geht gegen Null. Das kannst du sehr gut bei der Umsetzung von „guten Vorsätzen“ beobachten. Bei 27 Prozent der Befragten halten diese immerhin mehr als zwei Monate (Quelle: Statista). Die meisten geben schon früher auf.

Es kann es auch so sein, dass du den ganzen Tag beschäftigt und fleißig bist. Abends bist du erschöpft und hast trotzdem das Gefühl, dass du keinen Schritt vorwärts gekommen bist. Du warst den ganzen Tag beschäftigt, hast aber nur eine geringe bis gar keine Wirkung erzielt.

Das bedeutet: Du bist gut beraten, deine Kraft gut einzuteilen und mit unterschiedlichen Intensitäten arbeiten zu können, um eben „Akzente setzen“ zu können. Es geht darum, Prioritäten zu setzen, sich Zeitblöcke für wichtige und dringende Aufgaben, für kurzfristigen und langfristige Aufgaben und für Projekt-und Tagesgeschäft zu setzen und diese konsequent gegen innere und äußere Ablenkungen zu verteidigen. Gerne unterstütze ich dabei. Nimm einfach Kontakt mit mir auf.

Fazit

Im Alltag wie auch beim Boxen ist es wichtig, eine Wirkung zu erzielen, wenn du dein Ziel erreichen will. Dazu ist es erforderlich, die Kraft gut einzuteilen, Akzente zu setzen und regelmäßig (Ring)-Pausen zu machen.

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Bilder im Artikel Akzente setzen: ©depositphotos.com/yogesh_more / ©shutterstock147240647 / ©shutterstock142273087

Christoph Teege - Boxcoach

Dipl.-Ing.(FH), Autor und Boxcoach. Bekannt geworden durch die Erfolge beim Quizboxen. Das Thema ist: Menschen, Teams und Unternehmen durch Boxen stärken. Das Motto lautet: Boxen statt Mimimi®. Neu hier? | Weitere Blog-Artikel | Virtuelle Boxevents für Unternehmen | Fitness-Boxen Online-Training
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