Der Weg zum Change-Champion

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Der Weg zum Change-Champion beginnt mit einer guten Vorbereitung.

Change oder auch Veränderung ist theoretisch betrachtet ganz simpel: Hier stehe ich, da will ich hin und das ist dafür zu tun.

Klingt einfach, logisch und nachvollziehbar.

Los geht’s!

Aber ist wirklich alles so klar?

Nicht ganz, denn leider kommt uns das, was wir „Leben“ nennen, immer wieder in die Quere; sowohl im Berufs- als auch im Privatleben. Das Leben dauert täglich 24 Stunden und findet nicht nur zwischen 9 und 17 Uhr statt.

Privater Stress wirkt ins Berufsleben und umgekehrt hat beruflicher Stress Auswirkungen auf das Privatleben. Wie wir vernünftig damit umgehen, ist ein Thema der Selbstführung. Das habe ich auf meinem Blog bereits an anderer Stelle ausführlich beschrieben. Zum Beispiel hier oder hier oder auch hier.

Im heutigen Blog-Artikel geht es um Veränderung (Change) und den schwierigen Weg, diese Veränderung möglichst unbeschadet und erfolgreich abzuschließen.

Der schmale Grat zwischen Change-Erfolg und Change-K.O.

Stell dir eine Grafik vor, auf deren X-Achse die Zeit und auf deren Y-Achse die Qualität des Ziels eingetragen wird. Ob wir unsere Ziele zu unserer Zufriedenheit erreichen, ist zum großen Teil von diesen beiden Faktoren abhängig. Deshalb lohnt es sich, über dieses Abhängigkeitsverhältnis von Zeit und Qualität intensiver nachzudenken; schon allein deshalb, weil sich daraus viele Handlungsmöglichkeiten ergeben.

Je mehr Zeit du dir für Veränderung nimmst, umso leichter kannst du dein Ziel erreichen. Nimmst du dir für das gleiche Ziel hingegen weniger Zeit oder setzt dich zeitlich unter Druck, kann es richtig anstrengend werden. Möglicherweise wirst du sogar scheitern, weil dich entweder die Qualität deines Ziels (zu hoher Anspruch) oder der Zeitfaktor (zu wenig davon) ausbremst.

Es gibt aber noch einen weiteren Faktor, der einen Change ebenfalls schwierig oder gar unmöglich macht: deine Kompetenz!

Die Ruhrpotthelden spielen für den guten Zweck.

Ein Beispiel: Ab und zu spiele ich bei den Ruhrpotthelden Fußball (siehe Bild rechts). Aber werde ich mit meinen 37 Jahren jemals in der Fußball-Nationalmannschaft Fußball spielen? Nein! Niemals! Ausgeschlossen! Veränderung nicht möglich! Dafür bin ich einfach viel zu schlecht, zu alt und kann noch ganz viele andere Anforderungen nicht erfüllen; anders ausgedrückt: Ich bringe die erforderlichen Kompetenzen nicht mit. Das Ziel „Nationalmannschaft“ werde ich niemals erreichen, auch wenn ich noch so viel Zeit investiere und selbstmotivierend „Tschakka, Ich schaff‘ das!“ rufe. Es geht einfach nicht! Also respektiere ich diese Grenze, lehne mich entspannt zurück und freue mich, dass ich fußball spielend etwas Gutes tun kann.

Ein weiteres Beispiel aus dem Sport: Der Körper braucht Zeit, um sich an das Training anzupassen. Sind die Trainingseinheiten zu hart oder die Trainingsreize zu intensiv und fehlt dir danach außerdem die notwendige Regenerationszeit, riskierst du eine Verletzung. Auch wenn ich glaube, dass die Verletzung langfristig für irgendetwas gut ist, wirft sie dich kurzfristig aus der Bahn.

Und nun ein Beispiel aus dem Business: Es gibt es immer mehr Aufgaben als verfügbare Zeit. Und gerade die Menschen, die ihre Arbeit gerne machen (dazu zähle ich mich auch), müssen aufpassen, dass sie sich von liegen gebliebenen Aufgaben nicht verrückt machen lassen. Eine gute Selbstführung (und kein Zeitmanagement) und eine gesunde Einstellung zu Mitarbeitern, Kollegen, Dienstleistern und Kunden ist mir in diesen Situationen immer eine große Hilfe.

Ja, es stimmt. Auch ich arbeite manchmal 16 Stunden am Tag. Und ohne Zweifel kann dies ab und an auch erforderlich sein. Wichtig ist allerdings, danach wieder einen Gang (oder auch zwei) zurückzuschalten und Pausen einzulegen.

Bei dauerhafter Über(be-)lastung droht der gesundheitliche K.o. Sei doch mal ehrlich: Was nützt dir dein beruflicher Erfolg, wenn du ihn nicht genießen kannst, weil du wegen eines Herzinfarkts im Krankenhaus liegst? Gar nichts!

War of change

Damit die Veränderung zu einem (Veränderungs-) Erfolg wird, ist es wichtig, sich den Zusammenhang zwischen den eigenen Zielen und der zur Verfügung stehenden Zeit klar zu machen.

Hinterfrage also ganz ehrlich, ob dein Ziel genau das ist, was du letztendlich willst, ob du die dafür notwendigen Kompetenzen und die erforderliche Zeit mitbringst.

Um das herauszufinden, kannst du Menschen fragen, die bereits geschafft haben, was du gerne erreichen möchtest. Frage sie, was sie gemacht und wie viel Zeit sie dafür gebraucht haben. So bekommst du ein gutes Gefühl dafür, ob dein Ziel realistisch oder doch eher ein Hirngespinst ist.

Wichtig ist allerdings auch, dass wir uns nicht übernehmen. „Think big“ und „schnell, schnell, schnell“ ist schön und gut. Aber wenn das zu einem gesundheitlichen K.o. führt, ist der Preis für den Erfolg zu hoch.

Der Weg zum Change-Champion

Du hast dich für eine Veränderung entschieden? Prima!

Jetzt geht es darum, das gewünschte Ergebnis bereits im Vorfeld zu skizzieren. Was im Sport einfach ist, gestaltet sich im normalen Leben eher schwierig. Der Boxer will als Sieger aus dem Ring steigen. Und du? Was bedeutet ein Sieg für dich? Woran machst du fest, dass du dein Ziel erreicht hast?

Eins ist klar: Auf dem Weg zum Ziel musst du mit Rückschlägen rechnen. Beim Boxen hast du nicht nur mit körperlichen, sondern auch mit mentalen Rückschlägen zu tun. Das Gleiche widerfährt dir auch im Leben.  Zu dem Thema Rückschläge habe ich hier und hier schon mal etwas geschrieben.

Viele Rückschläge lassen sich oft schon im Vorfeld erahnen. Fest steht aber auch, dass es Momente geben wird, in denen du kritisiert wirst, enttäuscht bist und Fehler machst. Du wirst auf Menschen treffen, die dir nicht gesonnen sind.Du wirst plötzlich die Lust verlieren, dein Ziel weiterzuverfolgen und Entscheidungen treffen, die du schnell bereust.

Und irgendwann stehst du vielleicht vor der Frage: Soll ich aufgeben oder mich durchboxen?

Da sind alles Szenarien und Fragestellungen, auf die du dich schon früh einstellen kannst.

Am wichtigsten ist jedoch, am Veränderungsprozess nicht “kaputtzugehen”. Kurzfristig über die eigene Leistungsgrenze zu gehen, ist völlig okay und manchmal notwendig. Langfristig führt das jedoch zu einem gesundheitlichen K.O., den es aus meiner Sicht unbedingt zu vermeiden gilt.

Wenn du am Ende als Change-Champion aus dem Veränderungs-Ring aussteigen willst, agiere wie ein Boxer. Gönne dir eine Pause, erhole dich von den Strapazen und fokussiere dich dann wieder neu!

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Bild im Artikel Change: ©peters

Christoph Teege

Christoph Teege

Dipl.-Ing.(FH), Selbstmanagement-Trainer und Boxcoach - Mit Stress, Druck und Rückschlägen souverän umgehen. Start | Selbstmanagement und Boxen | Blog
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