Wie du dein Ziel im Auge behältst

Wie du dein Ziel im Auge behältst

Ein Ziel zu haben, gibt Selbstsicherheit und wirkt beruhigend. Gute Voraussetzungen, um einfach loszulegen, oder? Du definierst ein Ziel. Dann überlegst du dir, wie du es erreichen kannst und von wem oder was du Unterstützung bekommen kannst. In einem konkreten Plan legst du fest, welche Schritte bis zu welchem Zeitpunkt erledigt sein sollen. Und schon kann es losgehen. So liest man es hier, hier oder auch hier.

Das klingt tatsächlich recht einfach. Grundsätzlich ist es das auch, wären da nicht viele Ablenkungen des Alltags. In der Box-Metapher sind diese Ablenkungen unsere Gegner – und nie zu unterschätzen.

Diese Ablenkungen führen dazu, dass wir nachlässiger werden, unsere Konzentration und letztendlich unser Ziel aus den Augen verlieren können. Kleinere Rückschläge bringen uns sofort aus der Ruhe. Sie schwächen unsere Motivation, was wiederum dazu führt, dass wir nicht dranbleiben und schneller aufgeben. Damit all das nicht passiert, brauchen wir vor allem eins: Ein ganz klares Ziel!

Ein Ziel gibt die Richtung vor

Ziele lassen sich für die unterschiedlichsten Lebensbereiche finden: Job, Familie, Fitness und Gesundheit, Finanzen, Freizeit, Freunde, Weiterbildung, Spiritualität. Jeder dieser Lebensbereiche ist wichtig, keine Frage.

Deshalb rücken oft mehrere Ziele gleichzeitig in den Fokus. Um allem gerecht werden zu können, wird oftmals empfohlen, möglichst alles miteinander in Einklang zu bringen. Diese schöne Theorie funktioniert in der Praxis viel zu oft leider nicht, wie die Erfahrungen meinen Kunden zeigt. Fokussiere dich daher nur auf ein Ziel, und zwar auf das für dich persönlich wichtigste.

Es wird immer einen Lebensbereich geben, der für eine gewisse Zeit in Mitleidenschaft gezogen wird. Das liegt daran, dass alle Ziele miteinander verbunden sind. Sie beeinflussen sich – positiv wie negativ – und können sich gegenseitig sowohl verstärken als auch eliminieren. Ganz schön kompliziert, oder?

Als wäre das alleine nicht schon genug, kommt ein weiterer wesentlicher Faktor hinzu: die Zeit! Es gibt kurzfristige (Tages- und Wochenziele), mittelfristige (Monatsziele) und langfristige Ziele (Jahresziele). Es gibt aber auch Ziele, die sehr konkret oder abstrakt sein können. Ein Beispiel: „Ich will erfolgreich sein.“ Aha! Und was genau bedeutet das?

Zudem unterscheiden wir selbstgewählte Ziele von solchen, die von außen vorgegeben werden. Beide haben Vor- und Nachteile. Wenn es dich interessiert, dann schreib mir. Dann werde ich in einem der nächsten Artikel detaillierter darüber schreiben.

Als weiteres wichtiges Tool zur Findung klarer Ziele dient der Realitäts-Check. Vorstellen kannst du dir viel, aber du wirst nicht alles umsetzen und erreichen können, weil dir schlichtweg das Know-how fehlt. Es liegt mir fern, dich zu entmutigen. Aber es wichtig, bei aller Fantasie und Tragträumerei deine Möglichkeiten realistisch einzuschätzen.

Viel wichtiger ist es für dich zu erkennen, warum dich das eine Ziel so sehr begeistert, welche Bedürfnisse, Werte und Motivation du damit verbindest.

Es ist unschwer zu erkennen, dass das Thema „Ziele erreichen“ in der praktischen Umsetzung kompliziert sein kann. Mit der Beantwortung der Frage, welches Ziel für dich und dein Umfeld die größtmögliche positive Wirkung hat, wird es möglich, aus einer Vielzahl von Zielen das EINE ZIEL herauszufiltern. Und damit gibst du selbst die Richtung vor. Jetzt wird es dir gelingen, diese Komplexität zu lockern und das Ziel stets im Blick zu behalten; eine der wichtigsten Voraussetzungen überhaupt, um am Ende ans Ziel zu kommen.

Vergleichen wir dein definiertes Ziel mit dem Sport, trittst du mit der Zielfindung in den Hauptwettkampf ein, auf den Leistungsentwicklung, Verhalten und Training ausgerichtet und Etappenziele abgeleitet werden. Übrigens: Mit der Verfolgung dieses einen Ziels wirst du andere Ziele, die mit deinem großen Ziel zusammen hängen, ganz automatisch erreichen.

Wie Du dein Ziel im Auge behältst

Damit dein Ziel im Alltag nicht aus dem Fokus fällt, ist es wichtig, sich regelmäßig Zeit dafür zu nehmen. Und damit sind wir schon bei einer der größten persönlichen Herausforderungen vieler Berufstätiger.

Den Umgang mit der eigenen Zeit zu lernen, ist aus meiner Sicht extrem wichtig. Arbeitszeit und Freizeit verschmelzen immer mehr zur Lebenszeit. Das war eigentlich schon immer so, doch durch neue Begriffe wie „VUKA“ oder „New Work“ wird uns das heute bewusster. Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwinden. Aber genau hier liegt das Problem. Es ist nach wie vor unverzichtbar, Grenzen zu ziehen – und noch wichtiger ist es, sie auch einzuhalten.

Damit du dein Ziel im Blick behältst, empfehle ich diese 3 Schritte:

  1. Nimm dir eine, zwei oder fünf Minuten Zeit, um innerlich zur Ruhe zu kommen. Atme tief ein und laut wieder aus. Wiederhole diese Übung, bis du innerlich eine angenehme Ruhe verspürst.
  2. Im zweiten Schritt geht es darum, dir das Ziel bewusst vorzustellen. Dafür gibt es verschiedene Methoden und Möglichkeiten: a) Du kannst das Ziel so detailliert wie möglich aufschreiben, den Text anschließend als Sprachnotiz aufnehmen und sie dir immer wieder anhören. b) in Form eines Zielbildes / einer Zielcollage erstellen und sichtbar auf den Schreibtisch stellen, an die Wand pinnen oder als Hintergrundbild für deinen Computer oder dein Smartphone wählen. c) mit einem Gegenstand verbinden, den du am Handgelenk trägst oder mit dir führst. So wirst du immer wieder an dein Ziel erinnert.
  3. Im dritten Schritt geht es um die kontinuierliche Wiederholung und regelmäßige Anwendung der Schritte 1 und 2. Im Idealfall spürst du dabei innere Begeisterung, Leidenschaft und eine unstillbare Sehnsucht, dein definiertes Ziel auch tatsächlich zu verwirklichen.

Fazit

Ein Ziel zu haben, gibt Selbstsicherheit und wirkt beruhigend. Sich dabei zu verzetteln ist eher kontraproduktiv. Fokussiere dich auf das Ziel mit der größtmöglichen positiven Wirkung für dich und dein Umfeld. Sei begeistert und motiviert, doch versäume es nicht, deine Fähigkeiten und Möglichkeiten im Sinne der Zielerreichung realistisch einzuschätzen.

Hast du ein Ziel definiert, sei fokussiert und lass dich im alltäglichen Wahnsinn nicht davon ablenken. Ziehe konsequent Grenzen und halte sie ebenso konsequent ein. Deine Verbündeten sind die Zeit und deine Vorstellungskraft. Nutze sie und wende sie regelmäßig an. Dann wirst du mit Unterstützung zielführender Methoden und Personen deines Vertrauens am Ende des Weges auch über die Ziellinie kommen.

Dir hat der Blog-Artikel gefallen?

Dann trag dich jetzt in meinen Newsletter ein. Du bekommst dann per Mail jeden Blog-Artikel, Neuigkeiten und das E-Book “Selbstbehauptung und die Kunst, Ziele gesund zu erreichen”.

Christoph Teege - Boxcoach

Meine Leidenschaft ist es, Menschen, Teams und Unternehmen durch Boxen zu stärken. Vorträge | Boxevents | Coaching | Profil
0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über Ihren Beitrag!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.