Der Weg zum Champion

Ziele erreichen mit Kampfgeist, Kraft und Köpfchen

Ziele erreichen mit Kampfgeist, Kraft und Köpfchen

Sie können Boxen als Sport ausüben; oder Boxen als Metapher verwenden, um zu verdeutlichen, worauf es ankommt, wenn man Ziele erreichen will. Der Anspruch, Ziele im Alltag oder Beruf zu erreichen lässt sich mit dem Ziel, einen Boxkampf zu gewinnen, wunderbar vergleichen.

„Wozu steigen Sie in den Ring?“

Das ist eine Frage, die ich gerne in meinen Vorträgen und Seminaren stelle. Dabei steht der Ring stellvertretend für Ort und Zeit, wenn es also darauf ankommt, die eigene Leistung auf den Punkt abrufen zu können. Das kann ein wichtiges Gespräch, ein wichtiger Termin, eine wichtige Aufgabe oder eben wichtiges Ziel sein.

Lange bevor Sie in den Ring steigen haben Sie genügend Zeit, sich mental und körperlich auf den Wettkampf vorbereiten zu können:

Denken Sie in Ruhe darüber nach, ob sich der ganze Aufwand lohnt. Spielen Sie mögliche Szenarien im Kopf durch. Testen und probieren Sie etwas im Kleinen aus. Vieles lässt sich trainieren, simulieren und üben.

Ziele werden nur im Ring erreicht – der Weg zum Champion

Doch irgendwann kommt der Moment der Wahrheit. Sie treffen eine Entscheidung – für oder gegen das Ziel. Haben Sie „ja“ gesagt, sind Sie bereit, alles dafür Erforderliche zu tun.

Nun steigen Sie in den Ring und überschreiten den Rubikon. Es gibt keinen Weg zurück! Sie verlassen Ihre Komfortzone, in dem Sie den Schutz der Ringecke aufgeben.

Was jetzt folgt ist der Wettkampf, die Auseinandersetzung.

Es passieren Dinge, die Sie vielleicht ganz anders geplant haben (schade um den Plan) oder es geschehen Dinge, an die Sie gar nicht gedacht haben.

Vielleicht werden Sie hart getroffen, sogar angeknockt.

Möglicherweise werden Sie angezählt oder Sie gehen zu Boden.

Doch in Ihnen ist dieses brennende Verlangen, der unermüdliche Wille, doch noch ans Ziel zu kommen. Sie mobilisieren die letzten Kräfte und geben noch einmal alles. Sie stehen wieder auf, kämpfen weiter – und im besten Fall gehen Sie als Champion aus dem Ring.

Und wenn Sie doch verlieren (was natürlich auch vorkommen kann), dann haben Sie sich bei einer sehr guten Vorbereitung nichts vorzuwerfen.

Was die Box-Metapher für Ihren Alltag bedeutet

Verlassen wir die Bildsprache und wenden uns dem Alltag zu. Ganz gleich, welche Ziele Sie erreichen wollen; drei Fragen sind entscheidend dafür, wie leicht oder schwer der Weg bis zum Ziel sein wird: Wo stehen Sie? Wo wollen Sie hin? Warum wollen Sie dahin?

  1. Wo stehen Sie?
    Im ersten Schritt geht es mehr darum, den Standort zu skizzieren. Es geht nicht um andere, sondern um Sie persönlich. Andere mögen „weiter“ sein, was auch immer das konkret heißt. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen, sondern schauen Sie nur auf sich selbst.
    Sortieren, ordnen, clustern Sie Ihre Gedanken, finden Sie innere Ruhe und räumen Sie in Ihrem Kopf auf. Schaffen Sie größtmögliche Klarheit.
  2. Wo wollen Sie hin?
    Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Zukunft. Welche Ziele, Träume, Wünsche, Bedürfnisse, Potenziale schlummern in Ihnen und welche davon sollen umgesetzt werden? Gehen Sie Ihre Lebensbereiche durch: Beruf und Karriere, Gesundheit und Fitness, Familie und Partnerschaft, Freunde und Bekannte, Finanzen. Gerade am Anfang ist man „erschlagen“ von den vielen Möglichkeiten. Deshalb mein Tipp: Fragen Sie sich ganz konkret: Welches Ziel hat in den nächsten drei Monaten die größte positive Auswirkung auf mein Leben? Dann beschäftigen Sie sich drei Monate nur mit diesem einen Ziel. Drei Monate oder 90 Tage ist ein Zeitraum, in dem viel erreicht werden kann, wenn man dranbleibt.
  3. Wozu das Ganze?
    Hier schließt sich der Kreis, denn wir kommen wieder zur Eingangsfrage am Anfang dieses Artikels. Was ist der Sinn und Zweck des ganzen Aufwandes? Wozu machen Sie das und warum wollen Sie gerade dieses Ziel erreichen?

Es gab Ziele in meinem Leben, da war mir das “Warum” und “Wozu“ am Anfang gar nicht klar.

Es waren noch nicht einmal Ziele.

Ich habe einfach damit angefangen, weil ich „Bock“ auf die Veränderung hatte.

Manchmal ist es eben nur ein Impuls, dem ich nachgehe.

Wenn aus der Veränderung im Laufe der Zeit Entwicklung wird, dann beschäftige ich mich intensiv und sehr detailliert mit dem Ziel und dem Weg zum Ziel.

Das gleiche gilt, wenn ich mit Kunden zusammenarbeite.

Es soll nicht nur ein Projekt werden, sondern ein Erfolgsprojekt.

Fazit

Sie “müssen” nicht jede Herausforderung annehmen, die sich Ihnen bietet. Manchmal ist es cleverer, nicht in den Ring zu steigen. Gegen Klitschko würde ich auch nicht im Wettkampf boxen wollen. Das wäre nicht besonders mutig, sondern einfach nur dumm von mir.

Sie “müssen” auch nicht ihr ganzes Leben verplanen. Das geht ebenso wenig die Planung eines Boxkampfes.

Es geht nur darum, sich bewusst zu werden, was man eigentlich will. Das ist ein Prozess, der über Jahre dauert und im Grunde nie abgeschlossen ist. Daher zum Schlus noch ein Zitat, das mich seit sehr vielen Jahren ermutigt, neugierig und offen zu bleiben:

Das nachdenkende, betrachtende, forschende Leben ist eigentlich das höchste.

Alexander Freiherr von Humboldt

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Bild im Artikel: ©peters

Christoph Teege

Christoph Teege

Dipl.-Ing.(FH), Selbstmanagement-Trainer und Boxcoach - Mit Stress, Druck und Rückschlägen souverän umgehen. Start | Selbstmanagement und Boxen | Blog
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