Sich selbst überwinden

Kannst du leicht selbst überwinden? Mir fiel das nicht immer leicht. Deshalb möchte ich im heutigen Blog-Artikel meine Erfahrungen mit dir zum Thema Selbstüberwindung teilen.

Vor ein paar Wochen habe ich mit einem Vertriebsteam in einem Inhouse-Workshop zusammen gesessen. Wir führten eine Diskussion darüber, mit welchen notwendigen Schritten das anstrebte ambitionierte Vertriebsziel erreicht werden kann und wie es gelingt, Hindernisse und manchmal auch sich selbst zu überwinden.

Unabhängig davon, ob es sich um ein Vertriebs-, ein Fitness– oder Karriereziel handelt, geht es bei der Zielerreichung im Kern immer um zwei Dinge:

1. Wir wollen etwas erreichen, das wir bisher noch nicht haben

Beispiele:

  • mehr Umsatz,
  • mehr Leistung,
  • mehr Muskeln,
  • eine andere berufliche Tätigkeit oder ein
  • interessanteres Aufgabengebiet.

2. Wir wollen etwas loswerden, was wir aktuell haben

Beispiele:

  • Selbstzweifel,
  • Ablehnung im Verkauf (weniger „Neins“)
  • Körperfett,
  • Gewicht,
  • nervende Aufgaben, Kollegen oder Chefs

Ganz gleich, wie dein Ziel aussieht. Wenn du etwas erreichen oder etwas loswerden willst, musst du dich selbst überwinden. Und Selbstüberwindung heißt vor allem, sich seiner Angst (vor Veränderung) zu stellen.

Bei den Vorträgen und Boxevents berichte ich auch darüber, dass Boxer auch Angst haben. Ich persönlich habe beim Boxen gelernt, diese Angst als Energiequelle und als Aufforderungsimpuls zu nutzen, um mich selbst zu überwinden und persönlich zu wachsen.

Sich selbst überwinden heißt auch, sich der eigenen Angst zu stellen

Angst ist eine natürliche Reaktion des Geistes und des Körpers auf eine tatsächliche oder imaginäre bedrohliche Situation. Der Unterschied liegt darin, ob die Angst begründet ist oder nur in der Vorstellung existiert.

Unter begründeter Angst verstehen wir beispielsweise die Furcht, die uns davor zurückhält, vom Hochhaus zu springen, durch Feuer zu laufen oder uns auf andere Art und Weise in Lebensgefahr zu begeben. Eine Angst also, die uns vor dummen Entscheidungen schützt.

Andere Situationen machen uns Angst, weil wir sie nicht richtig einschätzen können und weil Wissen und Erfahrung fehlen. Hierzu zählt die Angst vor Spinnen oder Schlangen, vor Prüfungen oder Vorträgen (heftiges Lampenfieber) oder vor Wettkämpfen.

Wenn du mehr zum Thema Angst erfahren möchtest, dann kann ich das Buch “Grundformen der Angst” von Fritz Riemann empfehlen.

Sich selbst überwinden in 4 Schritten

Schritt 1:

Bereite dich vor und beschäftige dich mit der Situation, auch wenn sie unangenehm ist. Schiebe die unangenehme Situation nicht lange auf. Dadurch wird sie nicht besser.

Beschäftige dich damit und überlege, was dich wirklich bremst. Was hindert dich, den Schritt zu tun? Ist deine Angst begründet? Oder ist es eher die Angst davor, nicht zu wissen, was passiert? Machst du diesen Schritt nicht, wirst du es nicht herausfinden.

Schritt 2:

Nutze dein Vorstellungsvermögen um herauszufinden, was passiert. Diese Fähigkeit hat jeder, auch du. Wahrscheinlich ist sie einfach nur verschüttet. Setze dich ruhig hin, schließe die Augen, entspanne dich und stelle dir die Situation einfach vor; ganz langsam und in deinem Tempo. Dann kannst du die verschiedenen Szenarien nach und nach durchgehen.

Schritt 3:

Nach diesen Trockenübungen folgt das Training im realen Leben. Such dir dazu einen Sparringspartner aus, mit dem du die unangenehme Situation üben kannst. Nähere dich langsam an und du wirst sehen, dass das Vertrauen in dich selbst von Training und zu Training zunimmt und du in der Situation die Oberhand gewinnst.

Schritt 4:

Mit dem letzten Schritt wird es ernst. Setze nun das Gelernte um, traue dich und spring! Bei einem Boxkampf ist ganz das ähnlich. Auf dem Weg zum Ring kannst du noch absagen, doch wenn du im Ring stehst, musst du die Herausforderung annehmen: „Geh raus und kämpfe. Den Rest machen wir unterwegs“, hat mir mein Trainer beim ersten Boxkampf mit auf den Weg gegeben. Im wahren Leben ist es genauso. Bereite dich vor, fange an und gib nicht gleich beim ersten Rückschlag auf.

Mit dem Vertriebsteam haben wir übrigens genau das Gleiche gemacht. Wir haben die Situation analysiert, Maßnahmen abgeleitet und für jeden Einzelnen einen individuellen Trainingsplan erstellt, der jetzt umgesetzt wird.

Fazit

Selbstüberwindung ist wichtig, wenn du Ziele erreichen möchtest. Entweder du willst etwas haben, was du noch nicht hast. Oder du willst etwas loswerden. Bereite dich gut vor und werde dann selbst aktiv. Fange nicht nur einfach an, sondern bringe dich am Ende auch ans Ziel.

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Foto im Artikel sich selbst überwinden: ©despositphotos

Christoph Teege - Boxcoach

Dipl.-Ing.(FH), Autor und Boxcoach. Bekannt geworden durch die Erfolge beim Quizboxen. Das Thema lautet: Menschen, Teams und Unternehmen durch Boxen stärken. Unser Motto ist: Boxen statt Mimimi®. Weitere Blog-Artikel | Hier findest du die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
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