Boxevent für Mitarbeiter im Vertrieb

Vertrieb: Umsatzsteigerung mit Köpfchen, nicht mit harten Bandagen

In diesem Blog-Artikel geht es nicht um die Sommerfigur 2021 und auch nicht um das Fitness-Boxen (nur ein bisschen, siehe Punkt 4), sondern vielmehr um die nächste öffentliche Veranstaltung für Vertriebsmitarbeiter.

Deshalb steht dieser Blogartikel ganz im Zeichen des Boxevents am 27.8.2020 in Hannover, das ursprünglich bereits im Mai stattfinden sollte. Corona hatte leider etwas dagegen, deshalb holen wir es nun am 27. August nach. Veranstaltungsort ist das Seehaus Isernhagen. Start ist um 18.00 Uhr, offizielles Ende um 20.00 Uhr. Der Bundesverband der Vertriebsmanager sponsert dieses Event. Deshalb bist du im wörtlichen Sinne herzlich eingeladen. Jeder kann teilnehmen, auch wenn du bisher noch nicht so viel mit Vertrieb zu tun hattest, dich aber von diesem Thema angezogen fühlst.

Was ist das Besondere an diesem Event? Du wirst keine Power-Point-Präsentation erleben, sondern in den Genuss persönlicher Lernerfahrung kommen. Wissensvermittlung wird durch das Boxen erlebbar, kurzweilig und nachhaltig. Aus der Lernforschung ist bekannt, dass wir uns am besten an die Dinge erinnern, an denen wir aktiv beteiligt waren und die wir mit persönlichen Emotionen verbinden. Und genau das wirst du am 27. August erleben. Freue dich auf eine neue Erfahrung und neue Erkenntnisse, an die du dich ein Leben lang gerne erinnern wirst.

Nachdem wir das Organisatorische geklärt haben, möchte ich nun auf das Thema und die Inhalte zu sprechen kommen: Worum geht es beim Boxevent für Vertriebsmitarbeiter?

1. Schlagen ist nur im Boxring erlaubt

Eine Sache ist besonders wichtig: Schlagen ist nur im Boxring erlaubt! Darüber habe ich hier schon mal ausführlicher geschrieben. In einem sportlichen Wettkampf treten zwei Boxer / Boxerinnen freiwillig gegeneinander an. Sie sind gut darauf vorbereitet und in etwa auf dem gleichen Leistungsniveau. Zu dieser Sportart gehört es nun mal, sich im Rahmen eines Wettkampfs oder während eines wettkampfspezifischen Trainings zu schlagen. Ein Boxer verliert sehr schnell keinen Gedanken mehr daran.

Natürlich gibt es keine Regel ohne Ausnahme. So auch hier: Außerhalb des Boxrings ist das Schlagen nur erlaubt, wenn es sich im Sinne der Selbstverteidigung um Notwehr handelt. Im normalen Berufsalltag ist davon auszugehen, dass wir uns nicht gegen körperliche Angriffe erwehren müssen. Auftretende Probleme, Konflikte und Stresssituationen lösen wir verbal.

Die gute Nachricht für dich: Profitiere vom Boxen ohne echten Boxkampf! Erfahre, was Vertriebsmitarbeiter im Alltag vom Boxen lernen können. In erster Linie geht es um Motivation, Einstellung sowie die Wertevermittlung von Fairplay, Respekt und Teamgeist.

2. Im Vertrieb gemeinsam mit dem Kunden für die beste Lösung kämpfen

Bei einem Boxkampf wird im Rahmen eines sportlichen Wettkampfs unter Einhaltung der geltenden Regeln um den Sieg gekämpft. Beide Boxer /-innen wissen, was sie erwartet und haben sich im Training entsprechend vorbereitet. Hier ist „Kampf“ Teil des Wettkampfs – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Im Alltag kommt es auf den Kontext an, wie die Begriffe „Wettkampf“, „Kampf“ oder „kämpfen“ verwendet werden.

Im negativen Sinne bedeutet es meist, etwas zerstören zu wollen. Positiv betrachtet ist der leidenschaftliche Einsatz für etwas Positives gemeint; so zum Beispiel im Sport, wenn es darum geht, um den Sieg zu kämpfen (kämpfen und siegen), im Abstiegskampf zu bestehen, den Kampf um die Meisterschaft zu gewinnen. In der Politik ist das Ziel, den Wahlkampf zu gewinnen. Und wenn wir an persönliche Ziele denken, wird gerne die englische Phrase „fight for your dream“ benutzt.

Du kannst dir sicherlich gut vorstellen, wie sich das auf den Vertrieb übertragen lässt. Vertrieb oder Wirtschaft ist kein Kampf, ein Wettbewerb jedoch allemal. Es geht um Selbstmotivation, Leidenschaft und Eigeninitiative. Also darum, sich selbst zu bewegen, gemeinsam mit dem Kunden Probleme aktiv zu lösen und Mehrwerte zu schaffen.

3. Dein größter Gegner ist nicht ein anderer Mensch und schon gar nicht der Kunde. Dein größter Gegner sitzt in deinem Kopf!

Im Vergleich zu einem echten Boxkampf gibt es in deinem Alltag keinen echten Gegner. Im Alltag bist du selbst dein größter Gegner. In der Psychologie wird der innere Gegner auch „innerer Saboteur“ genannt.

Er sorgt dafür, dass wir uns manchmal selbst im Weg stehen und unsere Ziele nicht erreichen können. Woran lässt sich das erkennen? Das ist zugegebenermaßen gar nicht so einfach, weil unser innerer Gegner sehr schnell und spontan ist. Häufig nehmen wir diese Blockade im entscheidenden Moment gar nicht wahr, sondern erst Tage, Wochen oder Jahre später – wenn überhaupt. Die Selbstsabotage geschieht automatisch, vollzieht sich lautlos, unbewusst und rasend schnell.

Aus der Zusammenarbeit mit einigen Mitarbeitern im Vertrieb habe ich mal einige Aussagen des inneren Gegners zusammengefasst:

  • Den kann ich jetzt nicht anrufen. Der Kontakt liegt schon Jahre zurück.
  • Was denkt der denn, wenn ich wieder einmal nachfrage?
  • Ich bin nicht ausreichend qualifiziert. Was mache ich, wenn der eine Frage stellt, auf die ich keine Antwort habe?
  • Ich möchte den Leuten nicht auf die Nerven gehen.
  • Ich fürchte mich vor der Reaktion des Kunden.
  • Für die Vorbereitung habe ich keine Zeit.
  • Das habe ich schon immer so gemacht.

Es braucht großen Mut zur Selbstüberwindung, um sich gegen den inneren Gegner durchzusetzen. Also sei mutig und nimm dir die Zeit, dich hinzusetzen und das eigene Verhalten zu hinterfragen. Aus der Konfrontation mit den eigenen Glaubenssätzen kann echtes Selbstvertrauen entstehen.

4. Souveräner Umgang mit Vertriebsstress, Umsatzdruck und Rückschlägen

Mit Stress, Druck und Rückschlägen souverän umgehen.

Selbstverständlich ist Vertrieb kein Boxkampf. Es ist jedoch unübersehbar, dass das Berufsleben an Fach- und Führungskräfte aus dem Vertrieb ähnliche Anforderungen stellt wie der Wettkampf an den Boxer. Wenn die „Akteure“ gewinnen wollen, ist es in beiden Fällen auf lange Sicht unverzichtbar, körperlich fit und mental stark zu sein (und zu bleiben) sowie mit Stress, Druck und Rückschlägen souverän umgehen zu können.

Ein halbwegs intelligenter Boxer wird niemals unvorbereitet in den Ring steigen. Er arbeitet mit seinem Team, seinen Sparringspartnern und dem Trainer im Vorfeld des Wettkampfs sehr intensiv, und zwar durch regelmäßige Trainingseinheiten. Im Wettkampf gibt es zwischen den Runden jeweils eine Minute Pause. Diese Zeit wird genutzt, um sich zu sammeln, zur vollen Konzentration zurückzufinden und den Fokus erneut auf das Ziel „Sieg“ zu richten. Ein Boxer ist gut, wenn er die Pausen als solche nutzt und nichts anderes macht.

Natürlich ist Vertrieb kein Boxkampf. Allerdings kannst du aus dieser Wettkampfsituation für den Vertriebsalltag zwei wichtige Punkte mitnehmen.

  1. Arbeite an deiner Einstellung: Mache dir bewusst, dass es im Vertrieb Stress, Druck und Rückschläge gibt. Bereite dich deshalb immer gut vor und finde eine für dich passende Möglichkeit, regelmäßig Stress abzubauen.
  2. Setze Akzente: Das gelingt dir beispielsweise durch sogenannte Arbeitssprints (Stichwort: Pomodoro-Technik). Anschließend gönnst du dir wie der Boxer im Ring eine bewusste Pause, um dich zu erholen.

5. Auch im Vertrieb gilt: Alleine kannst du nicht gewinnen!

Alleine kannst du nicht gewinnen.

Die Wenigsten bringen Boxen mit Teamgeist in Verbindung. Ein Irrtum, wie sich bei genauerer Betrachtung zeigt. Klar, bei live erlebten Boxkämpfen und auch im Fernsehen ist der Blick des Zuschauers ausschließlich auf die Performance des Boxers gerichtet. Aber ohne Team schafft es der Boxer nicht einmal in den Ring. Er braucht kompetente Personen um sich herum, die ihn optimal auf den Wettkampf vorbereiten – körperlich und mental. Alleine kann er nicht gewinnen.

Im Training wird der Boxer durch Sparringspartner und den Trainer unterstützt. Sparringspartner haben die Aufgabe, Stärken und Schwächen des Boxers offenzulegen. Auf diese Basis kann der Trainer gezielt aufbauen und seinen Schützling effizient auf den Wettkampf einstellen. Die wichtigste Bezugsperson des Boxers ist der Trainer. Er plant und steuert Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung seines Schützlings und begleitet ihn auf Wettkämpfe. Vertrauen ist daher die wichtigste Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit.

Das Motto lautet: Starkes Ich – Starkes Wir. Der Boxer ist gut beraten, auf seinen Trainer zu hören. Er sieht Fehler und Potenziale, die sich dem Boxer selbst oft gar nicht offenbaren.

Für dich im Vertrieb bedeutet das: Suche dir Sparringspartner und Trainer, mit denen du an deinen Stärken und Schwächen arbeiten und mit denen du deinen Erfolg gemeinsam planen und umsetzen kannst. Denn auch im Vertrieb gilt: Alleine kannst du nicht gewinnen.

Fazit

Als Mitarbeiter im Vertrieb kannst du im Alltag vom Boxen profitieren, ohne einen echten Wettkampf bestreiten zu müssen. Wesentliche Faktoren, den vertrieblichen Alltag zu meisten, sind Motivation und Einstellung. Es geht darum, sich mit einem starken Team in vertrauensvoller Zusammenarbeit zu fokussieren und aktiv zu werden, auf alle (Teil-) Schritte gut vorzubereiten und die Dinge erfolgreich zu Ende zu bringen.

Anmeldung

Wann: Donnerstag, 27. August 2020 von 18.00 bis 20.00 Uhr (ab ca. 20.00 Uhr freies Netzwerken)

Wo: Seehaus Isernhagen, Landwehrdamm 1, 30916 Isernhagen

Anmeldung

Die Veranstaltung ist kostenlos – auch für Nicht-Mitglieder

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Foto im Artikel vertrieb: ©privat / ©shutterstock / ©despositphotos

Christoph Teege - Boxcoach

Dipl.-Ing.(FH), Autor und Boxcoach. Bekannt geworden durch die Erfolge beim Quizboxen. Stärkt Menschen, Teams und Unternehmen durch Boxen. Das Motto lautet: Boxen statt Mimimi®. Weitere Blog-Artikel | Neu hier?
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