Bücher, Business, Boxen – Erkenntnisse aus aktuellen Büchern von Veit Etzold, Stefan Merath und Reinhard K. Sprenger

In den vergangenen Wochen habe ich die Bücher

  • „Veit Etzold: Strategie: Planen – Erklären – Umsetzen“,
  • „Stefan Merath: Dein Wille geschehe: Führung für Unternehmer. Der Weg zu Selbstbestimmung und Freiheit“ und
  • „Reinhard K. Sprenger: Radikal digital: Weil der Mensch den Unterschied macht – 111 Führungsrezepte“

gelesen und einige Gemeinsamkeiten mit und Anknüpfungspunkte zum Boxen gefunden.

Aus diesen interessanten Werken möchte ich Ihnen gerne einige Auszüge (Zitate) vorstellen und Berührungspunkte (Parallelen) mit meinem Konzept durch entsprechende Anmerkungen meinerseits aufzeigen.

Buch Nr.1: Veit Etzold: Strategie: Planen – erklären – umsetzen

Zitate aus dem Buch

„Wirtschaft ist aber kein Krieg. Wirtschaft schafft Werte und der Krieg vernichtet Werte. Was allerdings Ähnlichkeit aufweist, ist in beiden Bereichen der ständige Wettbewerb: im Krieg der Kampf um Territorien, in der Wirtschaft der Kampf um den Premiumplatz im Gehirn des Kunden.“ (Seite 93)

„Strategie hat dabei sehr viel mit Storytelling zu tun: Strategie ist der Weg zum Ziel im Widerstreit mit dem Wettbewerb. Eine Story erzählt den Weg des Helden vom Widerstreit mit dem Bösewicht bis zum Happy End“ (Seite 103)

„Ein echter Held muss immer kämpfen, bis er sein Ziel erreicht. Dabei erlebt er so einiges, und diese Erfahrung hilft ihm bei seinem nächsten Abenteuer.“ (Seite 145)

„Situation, Desaster, Wendepunkt und Happy End – das ist der Stoff, aus dem die Storys sind.“ (Seite 118)

Meine Anmerkungen:

Zu meiner 6-jährigen Tochter sage ich immer: “Schlagen ist nur im Boxring erlaubt!” Denn kein Mensch hat das Recht, einen anderen Menschen körperlich oder mental zu verletzen. Und wenn doch eine Grenze überschritten wird, dann muss man sich wehren (können).

Boxen ist in erster Linie ein Sport. Wie in jeder anderen Sportart auch werden Wettkämpfe ausgetragen. An den Wettkämpfen nehmen die Boxer freiwillig teil. Sie gehen bewusst das Risiko einer Verletzung oder einer Niederlage ein und bereiten sich dementsprechend vor.

In meiner Zusammenarbeit mit Kunden geht es darum, den „Helden“ beziehungsweise den „Champion“ in sich (wieder) zu spüren und zu wecken. Im Vertrieb ist es der „Sales Champion“, in Veränderungsprozessen der „Change Champion“ und im normalen Leben der „Life Champion“. Beim Boxen wie auch im beruflichen / privaten Alltag muss der Champion Rückschläge einstecken. Er darf nicht gleich aufgeben, wenn er sein Ziel erreichen will. Dranbleiben und weiterkämpfen lautet die Devise.

Der echte Champion weiß aber auch, dass er alleine keine Chance hat. Er braucht ein starkes Team an seiner Seite, das ihn in allen Bereichen unterstützt: Sparringspartner, Trainer und ein privates Umfeld. Hinzu kommen regelmäßige Trainings, Wettkämpfe und Reflexion. Das Ziel ist klar, die Strategie wird flexibel angepasst – er kämpft eben mit weichen Bandagen® für den Erfolg.

Hier der Link zu dem Buch von Veit Etzold (kein Amazon-Partnerlink). 

Buch Nr.2: Stefan Merath, Andreas Nau: Dein Wille geschehe: Führung für Unternehmer. Der Weg zu Selbstbestimmung und Freiheit.

Zitate aus dem Buch:

„Unternehmer sein ist (…) Hochleistungssport. Zumindest wenn man es einigermaßen ernsthaft und nicht nur als Hobby betreibt. Dazu muss man mental und körperlich voll auf der Höhe sein.“ (Seite 182)

“Stellen wir uns einen Boxer vor. (…) Er muss bereit sein, den Preis vorher zu bezahlen. Der Preis lautet: Ich kann K.o. gehen. Ich werde zwar alles tun, was in meiner Macht steht, damit das nicht passiert, aber möglich ist es. Und ich bin bereit, das Risiko zu tragen. Ich bin bereit, k.o. zu gehen.“ (Seite 52)

„Für den Alltag heißt dies: regelmäßig Sport – dabei nicht nur Joggen in Betracht ziehen, sondern auch eher männlichere Sportarten mit Power, bei denen es auch auf Körperspannung und Körperhaltung ankommt, zum Beispiel Kampfsport.“ (Seite 162)

„Der äußere Status zeigt sich in Ämtern, Autos, Kleidung, Hierarchieregeln usw. Der innere Status liegt in der Person selbst. Gandhi war so ein Mensch mit einem sehr niedrigen äußeren, aber einem sehr hohen inneren Status. Und langfristig gewinnt immer der innere Status.“ (Seite 132)

„Zuerst einmal erleben wir heute eine Gleichsetzung von Wut, Aggression, Gewalt und Krieg. Das stimmt nicht! Wut und Aggression sind emotionale Impulse, die wir benötigen. Eine Mammutjagd wäre ohne Aggression – also im wörtlichen Sinne eine Energie, die uns trotz unserer Angst darauf zugehen lässt – unmöglich gewesen. Wut und Aggression weisen uns auch darauf hin, wenn in unserem sozialen Umfeld etwas schiefgeht: wenn wir an Status verlieren, wenn wir betrogen oder ausgenutzt werden. Und deshalb ist Aggression essenziell wichtig.“ (Seite 155)

Meine Anmerkungen dazu:

Wer beruflich eingespannt ist, viel Stress und Druck hat, braucht einen Ausgleich – sonst droht der gesundheitliche K.o. Das ist alles eine Frage der Lebens- bzw. der Selbstführung. So hart es klingen mag: Auch eine Depression, ein Burnout oder körperliche Beschwerden wie beispielsweise Rückenschmerzen fallen nicht vom Himmel und sind „einfach da“.

In der Regel zeichnet sich so etwas Wochen, Monate und teilweise bereits Jahre vorher ab. Die ersten Anzeichen werden allerdings gern ignoriert. Mein Tipp: Sobald Sie merken, dass etwas nicht in Ordnung ist, ergreifen Sie die Initiative. Holen Sie sich Unterstützung und lösen Sie das Problem, solange es klein ist. Gehen Sie zum Beispiel regelmäßig zum Fitness-Boxen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Persönlichkeit des Unternehmens beziehungsweise die Entwicklung und Stärkung der eigenen Person. Konkret geht es um den inneren Status, den u.A. Standfestigkeit, Mut, Selbstvertrauen und Umgang mit Aggression ausmachen; alles Eigenschaften, die im Box-Coaching erarbeitet werden.

Die Kraft für die Schläge kommt nicht aus den Armen, sondern aus dem festen Stand, der dafür sorgt, dass Sie Rückschlägen ausweichen oder welche einstecken können, ohne sofort umzufallen. Einen sicheren Stand brauchen wir, um nach vorne zu gehen.

Die Art und Weise wie jemand boxt verrät mir, wie sich diese Person (in der Regel) auch im Alltag verhält. Diese Programme laufen unbewusst ab und werden durch das Box-Coaching sichtbar. An diesen Programmen lässt sich arbeiten, um den Stand im Boxen bzw. die eigene Standfestigkeit im Leben zu verbessern.

Hier der Link zu dem Buch von Stefan Merath (kein Amazon-Partnerlink). 

Buch Nr. 3: Reinhard K. Sprenger: Radikal digital: Weil der Mensch den Unterschied macht – 111 Führungsrezepte.

Zitate aus dem Buch:

„Alles Digitale beginnt analog – und endet auch dort. Das ist das Radikale dieses Buches: Es geht an die Wurzel (lateinisch radix) der Digitalisierung, zum Menschen.“ (Seite 8)

„Ihre große Herausforderung: Vom »Ich« zum »Wir«“ (Seite 18)

„Das Unternehmen vom Kunden her denken.“ (Seite 69)

„Warum gibt es Unternehmen? Das fragen Sie sich wahrscheinlich nicht täglich. Die Antwort war aber schon immer wichtig und ist für das Führen in digitalen Zeiten noch höher zu bewerten: Weil es Aufgaben gibt, die man nur zusammen bewältigen kann. Unternehmen sind Arenen der Kooperation.“ (Seite 105)

„Denn das Kundenproblem ist das Urfraktal des Unternehmens. Von daher nimmt alles seinen Ausgang. Sie müssen also nach dem Kundenproblem suchen. Alle Kooperation im Unternehmen muss ein Kundenproblem zur Grundlage haben. Eine Institution ohne ein Kundenproblem hat keine Existenzberechtigung.“ (Seite 113)

Meine Anmerkungen:

Die Digitalisierung rückt den Menschen – Kunde oder Mitarbeiter – wieder in den Mittelpunkt. Ohne den Kunden mit seinen Problemen, Wünschen, Träumen und Zielen hat das Unternehmen keine Existenzberechtigung. Und ohne Team ist es nicht möglich, diese Kundenprobleme zu lösen.

2014 habe ich zum ersten Mal von dem Modell „Der Mensch als biopsychosoziale Einheit“ gehört und mich intensiver damit beschäftigt. Der Mensch wird als eine unzertrennliche Einheit aus Körper, Geist, Seele und dem Umfeld in Abhängigkeit von der verbleibenden Lebenszeit betrachtet.

In der Zusammenarbeit mit Unternehmen erkläre ich das Modell, um den Kunden, Mitarbeiter und sich selbst besser verstehen zu können. Daraus ergeben sich ganz neue Ansätze für die individuelle und kollektive Erfolgsentwicklung.

Für mich ist Boxen Teamarbeit. Die meisten sehen nur die Performance des Boxers im Ring und erkennen nicht das „Drumherum“, also das bereits erwähnte Team, das den Boxer umfassend unterstützt. Jedes Teammitglied verfolgt das gleiche Ziel, die gleiche große Vision, nämlich den erfolgreichen Wettkampf. Jeder kennt seine Rolle und kann sich unterordnen – auch der Boxer. Im Box-Coaching fasse ich das gerne so zusammen: Starkes Ich – Starkes Wir.

Übertragen auf die Wirtschaft lautet „Starkes Ich – Starkes Wir“, dass Sie zukünftig noch mehr denn je starke Persönlichkeiten brauchen, die sich im Team für eine gemeinsame Sache unterordnen können. Das muss keine große Vision sein. Das fängt schon damit an, jeden Tag Lust darauf zu haben, gemeinsam für die beste Lösung für den Kunden zu kämpfen.

Um das Kundenproblem lösen zu können, sind alle Kunden-Touchpoints gefragt. Jeder in der Wertschöpfungskette ist gefordert, ganz gleich ob Vertrieb, Marketing, Produktion, Konstruktion, Buchhaltung oder Geschäftsführung. Erfolg geht nur im Team. Das war so, das ist so und das wird auch immer so sein.

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Fazit

Die Vorträge, die Boxevents und das Boxtraining bieten Ihnen eine Reihe von Chancen und Gelegenheiten, die Mitarbeiter, das Unternehmen und sich persönlich für die Zukunft fit, stark und flexibel zu machen. Es fängt bei der Persönlichkeit des einzelnen Menschen (Starkes Ich) an, geht über in den Teamgedanken (Starkes Ich – Starkes Wir) und mündet in eine Strategie (gegen wen steigen wir in den unternehmerischen Ring?) und deren Umsetzung (gemeinsam kämpfen wir für die beste Lösung des Kunden), die im Ergebnis letztendlich offenbart – Ziel erreicht!

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Bild im Artikel Bücher, Boxen und Business: ©privat

Christoph Teege - Boxcoach

Meine Leidenschaft ist es, Menschen, Teams und Unternehmen durch Boxen zu stärken. Vorträge | Boxevents | Profil
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